Abschäumer

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Eiweißabschäumer.

Zum Betrieb eines reinen Korallenriffbeckens ist ein Eiweisabschäumer nicht zwingend notwendig. Plant man jedoch einen Fischbesatz, sollte er zum Einsatz kommen, da er aufgrund seiner schnellen Reaktionszeit für die Tiere Lebenswichtig sein könnte. Der Eiweißabschäumer schäumt organische und anorganische Abfallstoffe, welche zu Eiweißverbindungen zerfallen und sich an der Grenzfläche zwischen Luft und Wasser anlagern, aus dem Meerwasser aus. Durch Detritus, so nennt man das Ergebnis aus nicht verbrauchten Futter, abgestorbenen Algen, Ausscheidungen der Fische sowie Reste verstorbener Tiere im System wird das Meerwasser weniger oder mehr stark belastet. Der Abschäumer entfernt diese Schadstoffe in einer recht frühen Phase, reagiert also sofort auf die geänderten Bedingungen und verhindert praktisch in einer Vorstufe das ansteigen von Nitrat.In reinen Biologischen Systemen wäre dies nicht so der Fall. Die Nitrifikation verläuft schneller als die Denitrifikation, was zu einer Anreicherung von Nitrat führt. Eiweißstoffe können somit durch einem Abschäumer aus unserem Becken entfernt werden, bevor die Bakterien sie abbauen, was meist etwas länger dauert. Nachteilig ist, dass Eiweißabschäumer aber auch andere Stoffe entfernen, Bspw. nützliche Verbindungen wie Spurenelemente und auch Vitamine.

Abschäumer.png

Wir unterscheiden 3 Arten der Eiweisabschäumung mit verschiedenen Funktionsprinzipien.

Den Eiweißbschäumer mit Lindenholzausströmern:

Bei den Modellen mit Holzauströmern, z.B. der Sander Picolo, wird mit Hilfe einer Membranpumpe Luft in den Holzausströmer gepresst, die dann wiederum den Holzausströmer in Form vieler kleinster Luftblasen verlässt. Holzausströmer müssen nach einigen Wochen gewechselt werden, da sie sich mit Kohlenhydraten zusetzen und die Produktion feiner Luftbläschen nicht mehr gewährleistet werden kann. Je größer die Luftblasen werden, umso geringer wird die Abschäumerleistung ,bis sie ganz zusammenbricht.

Den Eiweißabschäumer mit Dispergator:
BubbelMaster200.png

Bei dieser Funktionsweise des Abschäumens erzeugt der Dispergator mit Hilfe eines Pumpenrades, z.B. Nadelrad, feinste Luftblasen.

Funktionsweise: Bei einer Dispergatorpumpe mit Nadelrad wird Wasser und zugeführte Luft angesaugt, vermischt und in das Reaktionsrohr des Abschäumers gedrückt.

Venturidüse:

Dieses Funktionsprinzip ist sehr ähnlich zu den Abschäumern mit Dispergator. Eine Förderpumpe drückt das Wasser durch eine Venturidüse, welche im Inneren eine Verjüngung hat, wo das Wasser erheblich schneller fließt als am Einlauf. An dieser Verjüngung ist eine Bohrung angebracht, wo durch den endstehenden Unterdruck Luft angesaugt wird und sich mit dem Wasser vermischt.

Wirkungsweise allgemein:

Durch Erzeugung einer großen Menge sehr feiner Luftbläschen, die in das Reaktionsrohr geleitet werden, verbinden sich die Eiweißverbindungen mit den Luftbläschen, während sie im Reaktionsrohr nach oben steigen. Je länger die Luftbläschen im Reaktionsrohr unterwegs sind, umso besser ist die Kontaktzeit und der somit erfolgenden Flotation, sprich Abschäumerleistung. Durch die Eiweißverbindungen bleiben die Blasen eine zeitlang stabil und bilden einen Schaum ,der durch die austeigenden Luftbläschen in den Schaumbecher gedrückt wird.

Thomas Tögel

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