Aquarium 630 Liter Besatzvorschlag
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Mit diesem Besatz - Vorschlägen will und kann ich nur eine von vielen Möglichkeiten aufzeigen. Nicht jedem wird es gefallen, nicht jeder ist damit einverstanden. Es ist ein Besatz gewählt worden, der unter Berücksichtigung der Becken-Größe, Technik und Verträglichkeit untereinander, machbar und zu dem leicht zu pflegen ist.
Was dem Einzelnen gefällt kann ich nicht beurteilen. Jeder soll seine eigene Vorstellungen und Wünsche in die Planung einbringen und dementsprechend sein Becken einrichten. Jedoch sollte man immer darauf bedacht sein, den Tieren ein möglichst natürliches und artgerechtes Umfeld zu bieten. Sofern das in einem Aquarium überhaupt möglich ist.
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Fische
Bitte folgende Tipps lesen: Tiere kaufen
- Zebrasoma flavescens Hawaii-Doktorfisch
Bei einer Größe von 630 Litern ist das sicher noch nicht das
ideale Becken für Doktorfische, aber da würde ich es
durchaus schon befürworten sie einzusetzen. In Frage käme aber
nur ein Pärchen.
Obwohl mittlerweile ein Fisch denn wir ständig in Aquarien zu
sehen bekommen, erfreuter sich nach wie vor großer Beliebtheit.
Zudem ist er relativ klein, im Gegensatz zu vielen anderen
Doktorfisch-Arten.
Beim Kauf sollte man darauf achten, keine sehr abgemagerten Tiere
zu erwerben. Ein guter Händler wird auch bereit sein 2 Tiere
zusammen zu stellen, und aneinander zu gewöhnen
Im Aquarium brauchen die Docs einige Versteckplätze und ausreichend
Schwimmfläche.
Äußerst wichtig ist eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Vitaminen. So sollten diese Tiere täglich wechselnd mit Futter wie Salat, Löwenzahn, Norialgen, Banane, Gurke, versorgt werden. Zusätzlich sollte man Frostfutter anbieten, und da bitte nicht nur Artemien (der Nährwert ist zu gering) sonder ebenfalls Mysis oder Krill.
- Centropyge bispinosa Kennedy Zwergkaiser
Um einen farblich schönen Kontrast zu den Doktorfische zu bekommen sind diese Zwergkaiser besonders geeignet. Auch verläuft eine Vergesellschaftung mit den Hawaiidoktoren in der Regel problemlos.
Einzelgänger sind sie in der Natur auch nicht, kommen also auch nur als Pärchen in Frage, bzw. als kleinere Gruppe. Das dominanteste Tier wird sich als Männchen ausbilden, da Zwergkaiser zur Geschlechtswandlung fähig sind. Das mag Anfangs einige innerartliche Reibereien geben, die aber nach einigen Tagen erledigt sind.
Die C. bispinosa sind dafür bekannt gar nicht oder selten an Korallen zu zupfen. In der Regel fressen sie genau wie die Doktorfische Algen, nehmen aber das gleiche Ersatzfutter an.
Hinweis: Der hier vorher aufgeführte Centropyge loriculus,
wurde auf Grund von sich häufenden Berichten über aggressives Verhalten
gegenüber Neubesatz, aus den Vorschlägen genommen.
- Chromis viridis Grünes Schwalbenschwänzchen
Ein Schwarmfisch ist oft der Wunsch eines Aquarianers. Fahnenbarsche währen
sicherlich geeignet, jedoch sind sie in der Eingewöhnung recht heikel und
neigen häufiger dazu aus dem Becken zu zu springen. Weniger Probleme gibt
es mit den Chromis. Die Entscheidung fällt auf 5 kleinere Tiere.
Im Gegensatz zur weitläufig verbreiteten Meinung, dass auch diese Barsche
mehrfach am Tag gefüttert werden müssten, werden die Tiere 2 x am Tag
durch einen Automaten und am Abend manuell mit Frostfutter versorgt. Das
klappt prima, sie sehen dabei gut genährt aus.
Letztendlich muss man sich aber darüber im Klaren sein, dass die Chromis
nach einiger Zeit Ihr Schwarmverhalten auflösen. Ich vermute es liegt am
fehlenden Feinddruck im Aquarium. In der Natur ist ein Schwarm eine Taktik
gegen Fressfeinde. Im Aquarium sind diese in der Regel nicht vorhanden.
- Pseudocheilinus hexataenia Sechsstreifen-Lippfisch
Der nächste Fisch stammt aus der Gattung der Lippfische. Viele halten
ihn weil er gegen Planarien helfen soll.Es gibt einige Berichte, die
das auch bestätigen, jedoch konnten wir bis heute nicht ein einziges
Mal beobachten, dass der P.hexataenia auch nur eine einzige Planarie
angerührt hat.
Das recht klein bleibende Tier wird mitunter gegen andere Lippfische
aggressiv, insbesondere wenn man neue Fische nachsetzt. Will man also
weiter Lippfische im Becken haben, sollte er erst nach diesen eingesetzt
werden.
Interessant sie seine teilweise taumelige Schwimmweise und seine schöne
Zeichnung.
- Valenciennea sexguttata Sechpunkt-Schläfergrundel
Da heute meisten Sandboden für die Aquarien gewählt wird, bietet sich
ein Pärchen sogenannter Baggergrundeln an.
Diese sieben ständig den Bodengrund nach Nahrung durch, in dem sie
den Boden mit dem Maul aufnehmen und durch die Kiemenöffnungen wieder
herauslassen. Dabei wird der Boden aufgelockert
Da die Sechpunkt-Schläfergrundel nicht so springfreudig sind und beim
Baggern so dicht über dem Boden bleiben, dass keine Korallen verschüttet
werden, sind sie erste Wahl bei der Auswahl vom "Bodenpersonal".
Sehr oft bauen sie Sandhügel in denen sie die Nacht verbringen. Es wäre
sinnlos diese zu zerstören, Stunden später steht er an der gleichen Stelle
wieder da.
Wirbellose
- Lysmata amboinensis Weißbandputzergarnele
Nicht nur schön anzuschauen sind diese Weißband-Putzergarnelen,
sondern übernehmen auch eine wichtige Funktion. Wie der Name
schon sagt, putzen sie die Fische, bzw. suchen sie nach Parasiten
ab um diese zu fressen.
Sie halten sich am liebsten unter Überhängen oder an steilen Wänden
auf und unterhalten dort eine Art Putzerstation, die von vielen
Fischen regelmäßig aufgesucht wird.
Für das 639 Liter Becken kann man 2 bis 4 Tiere einsetzen.
Wichtig für alle Garnelen ist die regelmäßige Jodzugabe. Jod
erleichtert den Tieren die Häutung.
Ferner sollen alle Garenelen sehr langsam an das Beckenwasser angepasst
werden, da sie sehr empfindlich auf Dichteschwankungen reagieren.
- Archaster angulatus Grabender Seestern
Systematisch graben einige Seesterne den Boden nach Detritus um.
Das lockert den Sandboden auf und bildet somit eine gute Ergänzung
zu den weiter oben beschriebenen Grundeln.
Da die A. angulatus zur Nahrungssuche nicht auf dem Riffaufbau
klettern sind sie auf ausreichend organische Abfallstoffe im Sand
angewiesen. Diese sind erst nach längerer Standzeit des Beckens mit
Korallen und Algen in entsprechender Anzahl vorhanden und sichern
erst dann die Nahrungsgrundlage.Zu früh eingesetzt würden die Seesterne also verhungern.
Zu früh eingesetzt würden die Seesterne also verhungern.
2 Tiere sind für das geplante Aquarium ausreichend.
- Calcinus latens Einsiedlerkrebs
- Calcinus laevimanusGroßscheren-Einsiedlerkrebs
Wichtig für aller Arten von Riffbecken ist immer eine gewisse
Anzahl von Einsiedlern. Je nach Größe können das durch aus
10 - 30 Tiere sein.
Sie fressen Algen und Aas, sind aber meistens schnell dabei wenn
es um die Frostfutterverteilung geht. Auch Bananen, Äpfel oder Gurken
lassen kann man ihnen anbieten.
Will man einigermaßen verhindern, dass Einsiedler Schnecken aus ihren
Gehäusen ziehen, sollte immer eine ausreichende Anzahl von Leer-Gehäusen
im Becken liegen. Trotzdem wird von Zeit zu Zeit die eine oder andere
Schnecken nicht davon kommen.
2 Arten der Einsiedler sind hier vorgestellt mit denen wir gute
Erfahrungen gemacht haben. Der kleineC. latens und der deutlich größere
C. laevimanus, welcher besonders durch seine riesige Schere ein Hinkucker
ist. Setzt man ihn ein, solltes aber alle Ablegersteine fest sitzen.
- Mespilia globulus Kugel - Seeigel
Weitere hervorragender Algenfresser, wenn man auf bestimmte
Voraussetzungen achtet, sind Seeigel. Jedoch werden viel
recht groß und würden alles auf Ihrem Weg durch das Riff
umreißen.
Der globulus ist da ehr ein harmloses Exemplar. Zwar schleppt
auch er so manches durch die Gegend, statt das man sich darüber
ärgert, wirkt das aber eher belustigend.
Weil er mit 5 - 6 cm ein recht klein bleibender Vertreter seiner
Gattung ist, kan man ihn getrost empfehlen.
Beim Einsetzen muss man darauf achten, dass ein Seeigel nicht an
die Luft gerät. Atmet er Luft ein wird er verenden. Genug Aufwuchs-
Algen sollten vorhanden sein. Zusätzlich nimmt er auch fast alle
Sorten an Salat.
- Tridacna squamosa Bohrende Riesenmuschel
Als Abschluss und nur mit guten Wasserwerten kann eine Muschel
in das Becken gebracht werden.
Die meisten Muscheln werden heutzutage aus Zucht-Farmen in die BRD
importiert. Was zur folge hat, dass sie mit 3 - 5cm sehr klein und
oft kaum am Leben zu halten sind.
Jedoch findet man gelegentlich eine Tridacna-Muschel, auch in größeren
Abmessungen und bis jetzt auch noch zu annehmbaren Preisen. Dabei
handelt es sich sehr oft um Tridacna maxima sowie auch Tridacna derasa.
Etwas seltener sind T. crocea und T. squamosa. Empfehlen würde ich
Tridacnen ab einer Schalenlänge von ca. 8-10cm.
Vorsicht ist geboten wenn bestimmte Fische im Becken sind, so ist
das Risiko einer Schädigung zum Beispiel durch Falterfische recht
hoch. Auch verschiedene Lippfische vergreifen sich an Muscheln.
Steinkorallen
Steinkorallen gibt es in 2 Arten. Einmal Kurzpolypige Sorten, diese werden im Allgemeinen nur SPS = Small Polyp Scleractinia genannt. Die bekannteste kleinpolypige Steinkoralle mit sehr großer Artenvielfalt ist die Acropora, gleich gefolgt von der Montipora.
Weiterhin gibt groß bzw. Langpolypige Korallen, die wiederum als LPS Large Polyp Scleractinia bekannt sind. Beliebt sind hierbei besonders Hammerkorallen lat. Euphyllia, sowie Flötenkorallen der Gattung Caulastrea sowie die Catalaphyllia
Im einzelnen kann hier nicht auf alle eingegangen werden, jedoch gibt es einige Korallen, insbesondere LPS, welche sich schon nach kürzerer Standzeit, aber immer bei vernünftigen Wasserwerten einsetzen lassen.
Für alle Steinkorallen gilt: Algen sollten im Aquarium kein Thema mehr sein (abgesehen von Aufzuchtalgen (Nachwuchs) die als Futter für Fische, Einsiedler usw. nützlich sind. Viele
Steinkorallen reagieren empfindlich auf Algen, insbesondere dann, wenn sie das Steinkorallen-Skelett direkt bewachsen.
Was nun jeder im einzelnen mag ist schwer zu sagen, aber geeignete Steinkorallen für die erste Zeit sind: Caulastrea furcata - Euphyllia paraancora - Fungia sp 01 und u.U. auch die Catalaphyllia jardinei
Wir haben es hier ausschließlich mit der Gattung LPS zu tun, bei den SPS könnte man es mit kleinen Ablegern der Montipora digitata und/oder einer Seriatopora hystrix versuchen. Lassen sich diese Korallen gut halten, bzw. wachsen sie sichtbar, dann können durchaus weiter SPS - Korallen eingesetzt werden.