Aquarium mit Überlauf
Aus Meerwasserwiki
Eines Tages stehen wir mal wieder vor den Schaubecken der Händler. Da zieht ein Schwarm Fahnenbarsche vorbei, diverse Doktorfische sind zu sehen, von der Grösse und Vielfalt der Korallen mal ganz abgesehen. Schon werden die ersten Überlegungen angestellt, wie man das Zuhause verwirklichen kann. Eins ist aber schon jetzt klar: Ein grösseres Becken muss her!
Da aber große Meerwasser - Anlagen einiges an Technik erfordern, insbesondere einen grösseren Eiweissabschäumer, wird man versuchen, diesen nicht sichtbar unterzubringen. Dieses zu realisieren, erfordert in der Regel die Anschaffung eines Technikbeckens, welches dann in einem Unterbau aufgestellt wird. Das Technikbecken wird in den Wasserkreislauf des Aquariums integriert, dass heißt, die Wasserversorgung erfolgt vom Hauptbecken und umgekehrt.
Diese Bohrungen werden auf Wunsch vom Aquarienbauer gebohrt. Hat man keine Montage des Aquariums vereinbart, wird man die Verschraubungen selbst montieren müssen, da ein Transport mit eingesetzten Tankverschraubungen zu riskant ist. Das sollte aber mit etwas Sorgfalt und handwerklichem Geschick, kein Problem sein.
Anschließend werden nach oben hin, die vorher entsprechend zugeschnittenen Rohre eingesetzt und verklebt. Die Verklebungen lassen sich am besten mit dem PVC-U Kleber Tangit von der Firma Henkel bewerkstelligen. Der Kleber verschweißt den Kunstoff regelrecht miteinander und ist Seewasser fest. Die Klebestellen werden vorher mit Verdünnung oder mit einem spezielle Tangit-Reiniger abgerieben um mögliche Fettreste zu entfernen. Sind die Stellen trocken, kann geklebt werden. Die Aushärtung des Klebers wird mit 24 Stunden angegeben.Unten im Überlaufschacht wird der Hauptablauf mit einem Filterkorb versehen. Hat sich z.B. mal ein Fisch hierhin verirrt, kann er wegen dem Korb nicht in das Ablaufrohr gesaugt werden. Der Filterkorb wird aufgesteckt und sinniger Weise nicht verklebt, so das er zum Reinigen herausgenommen werden kann.
Kommen wir nun zum oberen Ende der Verrohung. Hier endet zum einen der Notüberlauf 1 cm über dem endgültigen Wasserstand im im Hauptbecken. Der Zulauf wird am Ende mit einer schraubbaren Rohrverbindung bestückt. Diese hat den Vorteil das sich der Zulauf im Becken noch um einiges in der Richtung verändern läßt, so das die Strömung variiert werden kann.
Dann kleben wir ein eine weitere Konstruktion in dieser Reihenfolge zusammen:
Ein kurzes Rohr - ein 90 ° Bogen mit 2 Muffen - ein kurzes Rohr - ein 45 ° Winkel (nach unten zeigend) - ein Rohrstück (so lang, dass es etwa bis 5 - 10 cm unter die spätere Wasseroberfläche reicht) - ein 45 ° Winkel ( der dann wieder horizontal nach vorne zeigt.
Die ganze Konstruktion wird nach dem Verkleben mit der schraubbaren Rohrverbindung verbunden. Somit ist der Zulauf fertig. Idealerweise ist er so ausgerichtet, dass wir später eine gute Riff - Hinterströmung haben, was uns eine weitere Strömungspumpe erspart. Ebenso lässt sich hier der Überlaufkamm an den oberen Scheibenenden der Schachtabtrennung erkennen. Folgendes bleibt noch zu erwähnen: die Scheiben, welche den Überlaufschacht bilden, sollten etwa 4 - 5 cm unter der Becken - Oberkante enden. Wird der Überlauf - Kamm aufgesteckt, hat man später etwa einen Wasserstand, der etwa 2 - 2, 5 cm unterhalb der Beckenkante liegt. Achtung ! Für alle, die eine starke Wellenbewegung planen, wie sie z. B. durch eine Tunze - Wavebox verursacht wird, kann das zu wenig sein. Also bitte entsprechend mehr Spielraum einplanenEine detaillierte Skizze der Verrohrung findet man hier: Technikbecken
--Hausi 13:58, 25. Mai 2009 (UTC)


