Artemien züchten
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Artemien, ein Leckerbissen für unsere Fische
Um unseren Fischen im Aquarium auch mal einen lebenden Leckerbissen zu gönnen, versuchte ich mich mit der Zucht von Artemien und der Aufzucht der Nauplien. Auf der Suche nach einem geeigneten Inkubator bin ich letztendlich auf die Aufzuchtschale von dohse-aquaristik gestoßen. Für mich ist sie von allen Brutgeräten, die ich ausprobiert habe, die Einfachste und Praktischste,
Vorteile
- es wird keine zusätzliche Luftpumpe benötigt, somit fällt zusätzlicher Stromverbrauch und die blubbernde Geräuschkulisse weg.
- Sie hat auf jeder Fensterbank Platz
- Nach dem Schlüpfen der Nauplien muß man nicht erst mühsam die Eischalen von den Nauplien trennen.
Die Schale besteht aus 4 Teilen
Die Anwendung ist kinderleicht, in die Schale füllt man einfach Aquarienwasser, bis zur Markierung waterlevel ein. Die Dichte sollte 1.022 betragen.
Danach wird der weiße Trennring eingelegt, der verhindert, das die noch nicht ausgebrüteten Eier in der ganzen Schale herumschwimmen.
In den mittleren Kreis stelle ich das Artemiensieb.
Danach gebe ich in den äußersten Kreis der Schale die Artemienzysten meiner Wahl.
Die Schlupfzeit liegt bei 24-48 Stunden, je nach Sorte. Ein Tip, hat man größere Mengen an Eiern, kann man einen Teil luftdicht abfüllen und im Gefrierschrank lagern. So sind die Eier noch länger haltbar und die Schlupfrate sinkt nicht soweit ab.
So, nun gehts weiter, nachdem nun die Eier in dem äußeren Kreis der Schale schwimmen, wird sie mit dem Deckel verschlossen. Danach bitte die Schale nicht mehr groß bewegen, da sich sonst die Eier über den Trennring hinweg in der gesammten Schale ausbreiten können. Und dann hat man es schwer, Eier und Nauplien wieder zu trennen.
Man kann die Uhr danach stellen, pünktlich nach 18-24 Stunden, tummeln sich die ersten Nauplien im Artemiensieb. Dieses kann man super durch das Loch im Deckel beobachten. Jetzt einfach des Sieb herausnehmen, und die Artemien verfüttern. Oder man gibt sie in ein anderes Gefäß zum Großziehen.
Dazu kommen wir jetzt! Ich habe lange daran rumexperimentiert, wie man die winzig kleinen Nauplien zu großen Leckerbissen heranzieht. Im Handel wird ja Vielerlei angeboten, und ich habe bei Weitem noch nicht alles ausprobiert. Die Nauplien sind kleine Feinschmecker, die leider auch sehr empfindlich aufs falsche Futter oder sagen wir mal, auf die falsche Futterdosierung, reagieren, und zwar mit dem Absterben des gesammten Bestandes.
In den ersten 3 Tagen ernähren sie sich noch von ihrem Dottersack, und nehmen noch keinerlei Nahrung auf. In dieser Zeit werden aus den Nauplien nach mehreren Häutungen kleine Krebse, die dann unbedingt Futter brauchen.
Ich habe für diese Zwecke ein 20l Becken aufgestellt, und mit Aquarienwasser aufgefüllt. Eine kleine Luftpumpe mit Schlauch und einem Dosierhahn dient zur Belüftung. Ungefähr alle 2 Sekunden kommt eine Luftblase, das reicht. Bitte keinen Sprudelstein verwenden, die vielen kleinen Blasen schaden den Krebsen
Die besten Erfahrungen habe ich mit selbsthergestellten Plankton als Nahrungsquelle gemacht. Zum Einem verpasst man den Zeitpunkt nicht, ab wann die Krebse wirklich aktiv fressen können, zum Anderen kann man es nicht überdosieren, wie zum Beispiel die im Handel angebotenen Mittel LiquiZell oder MicroZell, Preis Microplan oder Ähnliches. Ich gebe also gleich nach dem Befüllen des Beckens mit Aquarienwasser, 1-2 Liter Plankton hinzu, und brauche danach nichts mehr an Futter.
Wird das Wasser wieder heller, ist das Plankton verbraucht, und es kommt eine neue Ladung ins Becken. Mehr braucht man nicht zu tun. Verdunstetes Wasser nachfüllen tue ich nicht, da die Krebse eine höhere Dichte brauchen um sich zu vermehren.
Hat man kein Plankton zur Verfügung, kann man auch ein Becken mit Aquawasser in die Fenstebank stellen und wartet ein bis zwei Wochen bis sich Algen bilden. Dann gibt man geschälte Artemienzysten zb. Aqua Medic Life A hinein. Die Algen dienen dann als Futter, und man braucht ebenfalls nicht mehr zu zufüttern.
Einmal im Monat wird der Boden mit einem Luftschlauch gesäubert und ca 1 Liter Wasser gewechselt. mehr ist an Pflege des Artemienbeckens nicht nötig.
Und nun viel Spaß beim Züchten!
--Petra 13:40, 30. Jul. 2009 (UTC)
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