Beckenunterbau
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Man hat die verschiedensten Möglichkeiten einen Unterbau für ein Aquarium zu bekommen. Zahlreiche Unterschränke werden angeboten. Jedoch sind diese oft von minderer Qualität oder so teuer, dass sich ein Selbstbau anbietet.
Wir wollen unser Becken auf ein Mauerwerk aus Porenbeton Steinen stellen. Man kennt diese Steine unter dem Namen Ytong.
Diese Steine gibt es in verschiedenen Stärken,(in unserem Beispiel 7,5cm) die Länge beträgt 60cm und die Höhe 20cm. Sie sind leicht zu bearbeiten und außerdem sehr preiswert. Jeder gut sortierte Baumarkt hat solche Steine im Sortiment.
Der Steinaufbau wird zu besseren Lastenverteilung auf eine Bodenplatte gestellt. Als Abdeckung für den Unterbau, bzw. als Standfläche für das Becken, wird eine weitere Platte benötigt. Wir hatten uns für Multiplex-Platten entschieden.
Möglich wäre auch eine Siebdruckplatte, die durch ihr spezielle Verleimung Wasser abweisend ist. Uns gefiel die Platte jedoch optisch gar nicht. Auch diese Platten bekommt man im Baumarkt. Jedoch müssen oft ganze Platten abgenommen werden und diese haben die Abmessung von 250 x 125 cm, was sich nur lohnt wenn die Beckengröße es erlaubt, aus einer großen Platte beide benötigten Platten zu schneiden. Der Verschnitt wäre sonst sehr hoch. Alternativ sind auch Küchenarbeitsplatten eine Preiswerte Angelegenheit, erlauben jedoch nur Becken mit einer Tiefe von 58-59cm, je nach Rundung
der Vorderkante. Größere Tiefen sind auch bei diesen Platten sehr teuer.
Beginnen wir aber nun mit dem Unterbau. Folgendes Werkzeug haben wir für unsere Konstruktion benötigt :
Als erstes werden die Multiplexplatten mit Bootslack lackiert, um sie vor Wasserschäden zu schützen.
Die obere Platte wird von beiden Seiten behandelt, da im Unterbau ein Technikbecken stehen wird, und somit auch von da mit Feuchtigkeit zu rechnen ist.
Die Platten wurden jeweils 2 x lackiert. Durch die Behandlung mit dem Lack kommt die Streifenstruktur der Multiplexplatten sehr schon zur Geltung.
Nach dem die Platten durchgetrocknet sind, wird die Bodenplatte an der entsprechenden Stelle im Raum platziert, und peinlich genau mit der Wasserwaage ausgerichtet. Dann wird die erste Lage der Ytongsteine angezeichnet und auf der Bodenplatte mit dem vorher angemixten Flexkleber befestigt. Diesen Kleber kann man später auch für den Fliesenboden benutzen. So fahren wir dann mit den weiteren Reihen fort, bis die gewünschte Höhe erreicht ist.
Die Steine sollten immer versetzt angebracht werden, um den ganzen Aufbau eine höhere Stabilität zu geben.
Zur Bearbeitung, die Steine müssen geschnitten werden, benutzt man eine Porenbeton-Säge.
Auf jede Steinreihe wird mit dem Spachtel der Flexkleber aufgetragen und anschließend mit dem Zahnspachtel auf eine gleichmäßige Höhe gebracht. Dann die Steine auflegen und mit dem Gummihammer in die exakte Position geklopft. Zwischen durch immer mal wieder mit Wasserwaage und Winkel überprüfen ob alles gerade ist.
Für alle, die kein Technikbecken betreiben, kann eine 3te Mauer eingebaut werden, so das von der Form, im Gegensatz zu unserem U, ein E entsteht. So wird das Becken dann ganz einfach auch in der Mitte abgestützt.
Bei uns war das leider nicht möglich, da unser Technikbecken im Unterbau keinen Platz gefunden hätte. So mussten wir uns anders behelfen. Hierzu wurde als erstes ein Mittelpfosten gemauert und zwischen den beiden Außenwänden platziert.
Um nun eine Mittelauflage für unser Becken zu bekommen musste ein Träger her. Dank unserem Freund Armin hatten wir ein Stahl – Vierkantrohr zur Verfügung.
Dieses Teil wurde als Querträger im Mittelpfosten und der Rückwand versenkt und somit auf die gleiche Endhöhe gebracht. Damit der Träger nicht rostet, wurde er mit Verdünnung abgerieben und anschließend mit Bootslack lackiert worden. Alternativ ist ein Holzbalken ebenfalls möglich
Zusätzlich wurde ein weiteres Vierkantrohr aus Aluminium ,als Längsstrebe im vorderen Bereich, auf die gleiche Weise eingebaut.
Danach haben wir den Boden mit Fliesen ausgelegt. Hier kann wieder der Flexkleber benutzt werden. Dann werden die Fugen mit Fugenbunt ausgefüllt. Später haben wir noch eine weitere Reihe Fliesen hochkant an die Seiten und Rückwände geklebt um das Eindringen von Wasser, es wird ja doch mal ein wenig geplanscht, zu verhindern.
Die Restlichen Wände wurden einfach mit dem Fugenweiß, das eigentlich zum verfugen der Fliesen gedacht ist,
gestrichen. Das hält die Feuchtigkeit aus den Steinen.
Lange hatten wir überlegt, wie nun die Außenwände gestaltet werden sollen.
Es bietet sich zum einen an, Rauhputz aufzutragen, welchen es in fertigen Mischungen und Körnungen zu kaufen gibt. Jedoch ist auch hier wieder die Menge so groß, dass der größte Teil der Fertigmischung übrig geblieben wäre. Zudem
wäre Rauhputz von der Pflege nicht gerade ideal. Eine Holzverkleidung wäre auch möglich, wollten wir aber nicht.
So kamen wir auf die Idee Elastolith Flachverblender zu verwenden. Das sind von der Optik her Klinker, wie man sie an Hauswänden findet. Jedoch bestehen diese aus Kunstoff. Vorteil : Sie sind sehr leicht, lassen sich mit der Schere zuschneiden und können um die Ecke gebogen werden. Außerdem wird der Kleber gleichzeitig als Fugenmasse verwendet. Dieses Material gibt es in verschiedenen Farben in einigen Baumärkten. Hier das Ergebnis:
Um im vorderen Bereich den Aluträger zu verdecken, wurden in die Zwischenräume zwei Holzleisten gesetzt und ebenfalls mit den Flachverblendern verkleidet. Auf dem Aluminium hält außerdem der Kleber für die Flachverblender
nicht.
Auf diesem Bild ist die komplette Trägerkonstruktion zu erkennen. Die Ausschnitte links und rechts hinten sind für die Durchführung von Kabeln gedacht. Die beiden Öffnungen werden zu einem späteren Zeitpunkt mit Türen verschlossen.
Auf die obere Abdeckplatte haben wir Styropor-Platten mit doppelseitigen Klebeband befestigt. Hier gehen die Meinungen stark auseinander, ob man dieses Material oder etwas anderes (z.B. Moosgummimatten) verwenden sollte.
Wir wissen von vielen Aquarianern, die es genau so problemlos handhaben. Selbst die von mir angesprochenen Aquarienbauer haben das so empfohlen.
Auf den Styroporplatten kann man die Abmessungen der Beleuchtungskörper übertragen. So kann man die Punkte markieren, welche die Position der der Bohrungen für die Drahtsei- Abhängungen der Lampe angeben.
Von den Markierungen aus lassen sich dann die Bohrpunkte für die Aufhängung einer Lampe ganz leicht auf die Decke übertragen.
In die Multiplex-Platte und Styropor muß wegen dem Anschluss an das Technikbecken ein Ausschnitt gesägt werden.
Man sollte ihn etwas großzügiger dimensionieren, um im Bedarfsfall besser an die Tankverschraubungen zu gelangen. Nicht vergessen die Schnittkanten wieder gut mit Bootslack zu versiegeln.
Als Verkleidung für die Öffnungen im Unterbau haben wir Lamellentüren gewählt. Der Hintergrund ist, dass
diese Türen Luftschlitze haben, die aber durch die schräge Anordnung der Lamellen nicht sichtbar sind.
Um zu vermeiden das die Türen, wenn sie offen stehen, beim hantieren vor dem Becken, oder im Unterbau
hinderlich sind, wurden diese mit jeweils 4 Magnethaltern befestigt.
So lassen sie sich leicht abnehmen und zur Seite stellen.
--Hausi 17:52, 21. Aug. 2009 (UTC)









