Karbonathärte
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Karbonathärte
Als Karbonathärte wird der Anteil der Gesamthärte des Wassers bezeichnet, der auf die Anwesenheit der Hydrogenkarbonate (HCO3-) im Wasser beruht.
Die massgeblichen "Härtelieferanten" in unseren Riffbecken sind hierbei Calciumcarbonat (CaC03) und Magnesiumcarbonat (Mg03).
Die Karbonathärte wird in unterschiedlichen Ländern nach unterschiedlichen Kriterien ermittelt. In Deutschland ist immer noch die Einteilung in dH am weitesten verbreitet, wobei 1 Grad dH einer Konzentration von 10mg Ca/l entspricht.
Natürliches Meerwasser hat eine Karbonathärte von ca. 7 dH. In unseren Riffbecken ist ein Wert zwischen 7 und 10 dH anzustreben. Da wir mehr Verbraucher als Produzenten im Aquarium haben, neigt die Karbonathärte bei eingefahrenen Meerwasseraquarien zum Sinken.
Die Karbonathärte hat zwei für die Riffaquaristik bedeutende Aspekte:
1. benötigen die von uns gepflegten Steinkorallen Hydrogencarbonat zur Kalksynthese.
2. Das Hydrogencarbonat kann jeweils ein Oxonium-Ion an sich binden, wodurch der pH-Wert stabil bleibt. Sind alle Carbonate aufgebraucht, können entstehende Oxonium-Ionen nicht mehr neutralisiert werden. Die Folge kann ein plötzlicher Sturz des pH-Wertes sein, der üble Folgen für die Beckenbewohner hat.
Es gibt viele Möglichkeiten, die Karbonathärte zu erhöhen oder zu senken:
(vgl. hierzu auch die zu diesen Themen weiterführenden Artikel hier im Meerwasser-Wiki)
--Achim 15:13, 7. Dez. 2008 (UTC)