Doktorfische(Acanthuridae), auch Seebader oder Chirurgenfische genannt, werden in 3 Unterfamilien eingeteilt:
- Sägedoktorfische (Prionurinae) 3-10 Paar gekielter Knochenklingen,
- Nasendoktorfische (Nasinae) meistens mit 2 Paar gekielter Knochenklingen und
- Skalpelldoktorfische (Acanthuridae) mit einem Paar ausstellbarer Skalpelle.

Die Skalpelle können durch starkes seitliches Biegen des Schwanzes aus einer Grube in einem Winkel von ca 80 Grad wie ein Klappmesser herausspringen. Die Skalpelle werden zur Verteidigung oder bei innerartlichen Auseinandersetzungen eingesetzt. Die meisten Doktorfische bewegen sich nur durch die Brustflossen fort, die Schwanzflosse wird nur für die Steuerung benutzt, dadurch entsteht der typische Auf und Ab Rhythmus. Doktorfische laichen Paarweise oder in Gruppen ab. Das Paar schwimmt hierzu Seite an Seite zur Wasseroberfläche, ändern dann U-Förmig ihren Kurs und stößt dabei Eier Bzw. Sperma aus. Die Larven haben ein langes pelagisches Larvenstadium.
Literaturempfehlung: André Luty: Doktorfische - Lebensweise - Pflege - Arten, Dähne Verlag Ettlingen, 1999, ISBN 3-921684-61-7