Leitungswasser-Problematik

Aus Meerwasserwiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Über die Problematik von Leitungswasser in der Meerwasser-Aquaristik

Eine Recherche von unserem Forenmitglied Petra63

Warum kein Leitungswasser verwendet werden sollte.

Man hört und liest immer wieder, dass für die Befüllung bzw. das Nachfüllen eines Meer­wasser­aquariums kein Leitungswasser verwendet werden sollte, da das Leitungswasser nicht so ideal wäre. Warum eigentlich? Unser Leitungswasser hat Trinkwasserqualität, warum ist es also für unsere Zwecke nun nicht so geeignet? Hier sind einige Gründe zusammen­getragen, die in Büchern und Meerwasserforen angeführt wurden.

Wissen sollten wir, welche Qualität unser Leitungswasser hat und welche Zusatzstoffe vom Wasserwerk beigemischt werden. Selbst wenn man zu Hause ein Leitungswasser mit Werten die schon fast an Osmosewasser heranreichen zur Verfügung hat, birgt es dennoch Risiken wie

- Hoher Silikateintrag Da Silikat die Trinkwasserqualität nicht beeinflusst, wird die Zugabe in den Analysen der Wasserwerke selten aufgeführt. - Höhere Silikatwerte sind für die Bildung von Kieselalgen (Silikat wird zum Aufbau der Hülle benötigt) verantwortlich. - Auch die starke Vermehrung von Waminoa sp. aus der Ordnung acoela; (auch Strudelwürmer, „Planarien“ oder Turbellarien genannt wird gefördert, da diese Tubellarien sich unter anderem auch von Kieselalgen ernähren und dies zu einer erhöhten Population führen könnte.

Der Silikatwert in Meerwasseraquarien sollte deshalb immer 0,0 mg/l betragen.

NO3-Gehalt: In geringen Mengen (optimal 5 mg/l) ist Nitrat für ein gutes Wachstum erforderlich. Ein zu hoher Nitratgehalt führt zu vermehrtem Algenwuchs und Wachstumsstillstand bei Korallen.

Phosphat (optimal zwischen >0 mg/l und < 0,05 mg/l: Zu hoher Phosphatgehalt kann das Wachstum der Korallen hemmen und die Korallen können braun werden. Zu niedrige Phosphat-Konzentration: Verstärkte Bildung von Symbiosealgen (Zooxanthellen) dadurch werden die Korallen braun. Das Wachstum von höheren Algen ist gestört.

Schwermetalle wie Kupfer, Blei oder Eisen. Diese können durch die Hauswasserleitung eingetragen werden, falls noch solch alte Leitungen im Haus vorhanden sind. Allerdings wird immer wieder darüber diskutiert, ob alte Leitungen nicht längst durch Kalkschichten im Laufe der Jahre quasi unschädlich geworden sind.

Weiterhin sind die von uns verwendeten Meerwassersalze mit ihren Spurenelementen und Alkalinität auf die Verwendung von Osmosewasser abgestimmt. Das bedeutet, wenn man ein hartes Ausgangswasser verwendet, dass die Karbonathärte viel zu hoch sein wird (empfohlener Wert 7 – 10 dH)

Anmerkung: Jeder Anbieter ist verpflichtet eine genaue Analyse des Trinkwassers zu veröffentlichen. Diese Werte sind allerdings lediglich Durchschnittswerte im Jahres-Mittel. Die erlaubten Höchstgrenzen für verschiedene Stoffe liegen oft weitaus höher. Dieses ist zwar für den Menschen unbedenklich, jedoch nicht für Korallen, Fische etc. Insofern sind die Angaben der Wasserwerke für den Aquarianer nutzlos. Wer unbedingt auf Trinkwasser setzt, sollte die wichtigsten Parameter selbst austesten.


Hausi


Quellen:

Meerwasser-Wiki

Meerwasserlexikon


--Hausi 17:15, 6. Feb. 2010 (UTC)

Persönliche Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Hauptkategorien
Spezial
weitere Kategorien
Hochladen
Werkzeuge
Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits