Macropharyngodon bipartitus
Aus Meerwasserwiki
Grosszahnlippfisch
- Vorkommen: Indischer Ozean, Malediven, Rotes Meer,
- Größe: bis 12 cm
- Futter: Frostfutter, Flockenfutter, Artemia, Mysis
- Beckengröße: ab 500 Liter
Dieser prächtige Lippfisch auf dem Foto ist ein Weibchen. Männchen zeigen eine bläuliche/grünliche Färbung. Wie alle Lippfische etwas heikel in der Eingewöhnung. Danach aber gut haltbar.
Besondere Angewohnheit: Sie graben sich Nachts in den Sandboden ein. Daher sollte der Boden mindestens 5 cm hoch sein. Die Männchen sind seltener im Handel zu finden und weitaus weniger farbenfroh. Nicht unbedingt ein Anfänger-Fisch.
Die Macropharyngodon bipartitus sind Geschlechtswandler, was bei einer Paarhaltung dazu führt, dass ab einer bestimmten Größe, (Geschlechtsreife) das stärkste Tier zum Männchen wird. Ab dem Moment sind die Fische untereinander sehr aggressiv und ein Tier wird es nicht überleben. Im Aquarium ist aber eine Harems-Haltung möglich. Siehe unten Bericht von Andre.
Bild rechts: Männchen--Thomas 02:55, 9. Dez. 2008 (UTC)
Es gibt eigentlich nur wenige Fische die längere Zeit problemlos im kleinen Harem gepflegt werden können. Die bis 13 cm Länge erreichenden Diamantlippfische gehören dazu, wenn man nur ein größeres Männchen und unterschiedlich große Weibchen zusammen pflegt (Paare ab 250 Liter, Harems mit 4 Tieren ab 500 Liter). Setzt man zwei gleichgroße Weibchen zusammen ins Aquarium, geht dies einige Monate auch gut, nur wird eines der Tiere vom Partner mit dem eintretenden Geschlechtswechsel zum Männchen bei ca. 10 cm Länge aus dem Aquarium gejagt oder getötet. Besitzen die Weibchen schon ein beeindruckendes Farbmuster, so steigert das Männchen seine Farbenpracht nach dem Umfärben noch einmal. Wenn es dann die Weibchen anbalzt, bildet es über dem Schwanzansatz kurzzeitig einen hellen Fleck. Das Nachsetzen junger Weibchen - vor allem wenn sie noch die Augenflecken der Jungtiere besitzen - funktioniert ohne Schwierigkeiten. Die Fische brauchen ca. 5 cm hohe feine Sandzonen, um sich nachts einzugraben. Das Aquarium sollte sehr stark strukturiert werden. Ans Futter stellen sie kaum Ansprüche. Am Anfang sollte man Frostfutter (Artemia, Cyclops) füttern, aber schnell akzeptieren die Tiere auch Flockenfutter und Granulat. Insgesamt sind diese Fische genauso neugierig, wie die größeren Thalassoma- und Halichoeres-Arten, nur haben sie den Vorteil, dass sie weniger die Steine im Aquarium umdrehen, um nach Fressbarem zu suchen. Verschiedene Würmer und die winzigen Schlangensterne an Boden werden jedoch gelegentlich gefressen. Zu anderen Fischen ist die Art jedoch sehr friedlich. An Korallen und Riffmuscheln vergreift sie sich nicht.
Beim Nachsetzen eines Weibchens zum ausgefärbten Männchen sollte dies so klein wie möglich sein (mit Augenfleck in der Rückenflosse). Sobald sich das Weibchen im Gesicht beginnt umzufärben (Streifenzeichnung bekommt), wird es immer stärker gejagt und irgendwann ist es tot oder springt aus dem Becken.
André Luty
weitere Bilder
Bilder vom Weibchen, sowie rechts ein Pärchen
Unten links ein Weibchen in der Umfärbung
