Oodinium
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Oodinium auch Samtkrankheit genannt, ist eine Fischkrankheit, die durch den Parasiten Oodinium ocellatum, einer Gruppe der Dinoflagellaten, ausgelöst wird.
Man vermutet, das diese Schwärmer in jedem Aquarium vorhanden sind, und nur "zuschlagen", wenn die Lebensbedingungen für die Fische nicht optimal sind. Das erklärt auch, das meistens Neuzugänge und gestresste Fische an dieser Krankheit erkranken.
Die Parasiten können monatelang einem leerstehenden Becken überleben, und sind dann immer noch in der Lage, Fische zu infizieren. Es ist also ein sehr hartnäckiger Erreger, und somit ist Oodinium als stark ansteckend einzustufen.
Sie besiedeln vor allem die Haut und die Kiemen der Fische, sollen sich aber auch auf der Darmschleimhaut festsetzen. Die Infektion beginnt meistens im Kiemenbereich und breitet sich dann auf Flossen und Körper aus.
Das befallenen Gewebe entzündet sich, Ursache dafür sind Bakterien, die sich dort festsetzen, und somit den Krankheitsverlauf zusätzlich erschweren.
Einen Oodiniumbefall im fortgeschrittenen Stadium erkennt man an einer Hauttrübung, die mit kleinen weißen Pünktchen durchsetzt ist. Die Fische sehen aus, wie mit Puderzucker bestäubt. Hinzu kommen noch Flossenklemmen, Atemnot, schaukelnde Bewegungen und Scheuern an Steinen und anderen Gegenständen. Im Spätstadium löst sich die Schleimhaut in Fetzen und die Augen werden trübe. Später stellen die Fische dann auch das Fressen ein.
Einige Fischarten zb. Acanthurus achilles und Acanthurus leucosternon scheinen besonders anfällig für diese Erkrankung zu sein.
Bekämpfung der Krankheit
Hier habe ich mal Einiges zusammengetragen, alles Vorschläge von Aquarianern, die mit dem ein oder anderen Tip Erfolg hatten.
- vitaminreich füttern mit Multisanostol Saft (ohne Zucker)
- Knoblauch frisch gepreßt über das Frostfutter geben mit etwas Honig vermischen und 20 Minuten ziehen lassen. Mehrmals täglich verfüttern
- EasyLife in 3facher Dosierung
- größere Wasserwechsel
- Bakterienzugabe
- UV-Lampe
- Ozon
- Diatom-Filter
- Absenkung der Dichte bewirkt eine verlangsamte Ausbreitung des Erregers. Je nach Besatz kann man bis auf 1018 schrittweise über 2 Tage heruntergehen. Vorsicht, Steinkorallen mögen dies nicht!
- Beleuchtung reduzieren, HQI stresst Fische zusätzlich.
- Verwendung eines Nachtlichts, die Fische schwimmen in der Nacht somit mehr. So stellen sie für die Schwärmer ein nicht so einfaches Ziel dar, als wenn sie im Dunkeln auf einer Stelle verharren.
- Medikamente wie Sera Costapur, Ektozon sollten mit großer Vorsicht eingesetzt werden.
- Als letzen Ausweg sollte die Anwendung von Kupfersulfat bitte nur im Quarantänebecken erfolgen.
--Petra 18:58, 8. Dez. 2008 (UTC