Ozon
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Ozonanwendung und Wissenwertes
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Was ist Ozon?
Ozon ist ein hochreaktives Einzelsauerstoff-Atom. Ottonormal denkt beim Wort "Ozon" jedoch höchstens an die grüne Plakete seines Auto´s oder an die teure Steuer die er für sein Auto bezahlen muss. Eines weiss er aber. Ozon ist schädlich.
Warum gibt es dann soviele Aquarianer die in Ihren Becken Ozon zuführen?
Bringt man Ozon in ein Aquarium ein, so ist dieses hochreaktiv und will sich mit anderen Substanzen verbinden. Es will diese Substanzen regelrecht oxidieren. Diese Oxidation führt bei übertriebener Anwendung zu Gewebeschäden an Tieren. Bei sachgemäßer Anwendung reinigt es das Wasser.
Wie wird Ozon für ein Aquarium hergestellt?
Meist wird Luft durch eine Hochspannungsquelle geleitet. Dabei wird ein Teil des Sauerstoff´s in Ozon umgewandelt. Diese angereicherte Luft wird idealerweise mittels Bypass dem Abschäumer zugegeben. Die Effizienz kann mit vorgetrockneter Luft gesteigert werden. Hohe Luftfeuchtigkeit bremst die Ozonbildung.
Was passiert dann im Aquarium mit dem Ozon?
Ozon zerstört die meisten organischen Verbindungen und macht sie somit abschäumbar. Bakterien, Viren und Keime werden ebenfalls getötet. Allein dadurch steigt die Empfindlichkeit des Abschäumer´s und die Abschäumleistung wird deutlich erhöht. Gelbstoffe die sich im Riffaquarium unweigerlich ansammeln, werden ebenfalls aufgespalten und abgeschäumt. Nesselgifte können ebenfalls duch eine Ozonisierung reduziert werden. Ozon hebt zudem den Sauerstoffgehalt im Wasser an. Was einen nächtlichen Einsatz sinnvoll erscheinen lässt.
Was ist zu beachten?
Das Auslaufwasser des Abschäumer´s sollte über Aktiv-Kohle geleitet werden. Aktiv-Kohle zerstört nicht verwertetes Ozon.
Während der Bakterien- und Spurenelemtezugabe sollte der Ozonisator ausgeschaltet werden. (ca. 1h) Ozon kann Spurenelemente in unlösbaren Zustand bringen und somit unbrauchbar machen. Bakterien würden unter Umständen bevor Sie sich auf dem Gestein und in dem Sand absetzen, durch den Abschäumer und die ozonisierte Luft, aus dem Becken entfernt werden.
Bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit kann zur Lufttrocknung ein mit Silicagel gefüllter Behälter vorgeschaltet werden.
Ein Ozonisator bedarf regelmäßiger Pflege. Der Aufwand ist jedoch gering und beschränkt sich auf das reinigen des Luftdurchgangs am Gerät selbst.
Ein Ozonisator entfernt nicht so effektiv Keime und Bakterien wie z.b. eine UV-C Anlage. Um genauso effektiv Keime und Bakterien mit Ozon zu töten, müsste die Ozon-Konzentration dermaßen hoch sein das es bei den Tieren unweigerlich zu schweren Gewebeschäden kommen würde. Eine regelmäßige Zugabe von 3-5mg/h ist jedoch ohne negative Auswirkungen im Aquarium möglich und verbessert die Abschäumung erheblich. Bei überhöhtem Besatz oder sehr großen Becken mit mehreren Tausend Litern kann dieser Wert angepasst werden. --> Aber auch hier gilt: Weniger ist mehr !
Eine Kombination aus UV-C Anlage und Ozon ist am effektivsten. Bakterien, Viren und Keime würden zuverlässig abgetötet und lichtraubende Gelbstoffe entfernt. Es gilt aber auch hier das bei einer Bakterienzugabe im Becken am besten beide Geräte für ca. 1 Stunde ausgeschaltet werden.
Ein Ozoneinsatz ist nicht zwingend erforderlich. Viele Aquarianer kommen auch ohne Ozon bestens aus.
--> Es gilt immer die Gesamtsituation zu betrachten!
--Jim Panse 12:34, 26. Dez. 2008 (UTC) Jim_Panse