Paguritta gracilipes
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Streifenscheren-Koralleneinsiedler- Herkunft:Indo-West Pazifik: Japan bis Australien.
- Größe: bis ca. 1 cm.
- Futter: Plankton
- Beckengröße: ab
Diese sehr kleinen Einsiedlerkrebse (1 cm TL) besiedeln vor allem massive, kleinpolypige Steinkorallenkolonien der Gattungen Astreopora, Cyphastrea, Gonastrea, Montipora und Porites sowie Feuerkorallen der Gattung Millepora. Während kleinere Exemplare oft direkt in den Koralitten leben suchen sich größere Exemplare tiefere Spalten. Oft werden dabei Röhrenwurm-Röhren besiedelt, wobei meist Röhren von Spirobranchus-Arten bevorzugt werden. In den Behausungen sind die Krebse sessil, sie beinflussen sogar die Korallen ihre Höhle zu umwachsen und damit zu erweitern. Durch ihre sessile Lebensweise mussten die Krebse eine neue Ernährung annehmen, die sie mit Hilfe ihrer langen federartigen Antennen realisieren. Diese werden zum Planktonfiltern in die Strömung gehalten und regelmäßig mit den Mundgliedmaßen gereinigt. Ist die Strömung zu gering werden die Antennen aktiv bewegt. Auch Partikel, die eigentlich vorbeitreiben, werden gezielt erhascht, was auf ein sehr gutes Sehvermögen schließen lässt. HEBBINGHAUS (2003) beobachtete im Versuch, wie die Schwesternart Paguritta harmsi gezielt Gammariden und Borstenwürmer vor der Wohnröhre ergriff und verspeiste. Jungtiere findet man auf den Kolonien sehr weit verstreut, während adulte Exemplare oft paarweise nebeneinander siedeln. Die Männchen müssen zur Begattung ihre Röhre nachts verlassen. Die wenigen, jedoch großen Eier deuten auf sehr kurze Larvenzeiten und reduzierte Stadien hin (HEBBINGHAUS 2003). Wann die Larven die Röhrenwurmhöhle besiedeln, ist noch unklar. HEBBINGHAUS vermutet, dass sie den noch lebenden Wurm besiedeln und mit der Zeit zum Absterben bringen. Wohnkorallen werden aktiv mit den Scheren beeinflusst, damit der wachsende Krebs genügend Höhlenplatz besitzt. Ein Aquarienstandort von Paguritta sollte eine mittelstarke Strömung besitzen. Gefüttert werden können die Krebse mit Artemia-Nauplien oder feinem Staubfutter. Sollten die Korallen abgestorben sein, muss der Pfleger die Algen auf dem Stein regelmäßig abbürsten.
André Luty
Literatur:
HEBBINGHAUS, R. (2003) Artikel in der DATZ.
KOMAI1, T. & J,OKUNO(2001): Revisiting Paguritta gracilipes (Crustacea: Decapoda: Anomura: Paguridae), with Description of its Coloration in Life. Species Diversity, 2001, 6, 295–307
--Hausi 15:41, 28. Jun. 2009 (UTC)
