Pomatoschistus microps
Aus Meerwasserwiki
Strandgrundel
- Herkunft: Nordatlantik, Mittelmeer, Ostsee, Nordsee
- Größe: bis 9cm
- Futter:Krebstiere, Würmer, Mückenlarven, Muschelfleisch
- Beckengröße: ab 250 Liter
- Geschlechtsunterschied Nein
- Geschlechtswandler Nein
Eine weitere Art aus der Ostsee ist eine Grundel, Pomatoschistus microps. Sie ist in großen Mengen in den flachen Arealen in Ufernähe zu finden. Sie hält sich überwiegend am Bodengrund auf. Innerartlich ist sie nur wenig aggressiv und kann mit gleichartigen gepflegt werden. Diese Grundel ist sehr Lichtschockempfindlich. Es empfiehlt sich, das Licht zu dimmen, ansonsten können sie durchaus aus dem Aquarium springen.
Die Vergesellschaftung mit Plattfischen stellt für die Grundel ein gewisses Risiko dar. Die Ernährung ist wenig problematisch, sie nehmen sogar Trockenfutter auf. Dennoch sollte ein hoher Anteil an Lebendfutter verabreicht werden, denn das Ersatzfutter ist auf längere Sicht nicht ausreichend. Sie nehmen auch größere Brocken auf wie zerhacktes Muschelfleisch. Interessant ist ihr starker Brutpflegetrieb. Sie legen ihre Eier in Muscheln ab, die sie umwenden und bewachen sie bis zum Schlupf. Es gibt Berichte, in denen das Gelege in ein anderes Aquarum verbracht wurde und anschließend das Tier dazugesetzt wurde. Der Fisch bewachte das Gelege weiterhin als ob nichts vorgefallen wäre. Das ist bemerkenswert.
Die dezente Zeichnung ist typischerweise wie bei den Sandbewohnern üblich, an den Bodengrund angepasst. Auffällig sind die großen schwarzen Augen mit dem hübschen goldenen Ring. Übrigens gibt es bei dieser Grundel einen Signalfleck, der auf den Hartstrahlen der Rückenflosse sichtbar wird, wenn sie diese Flosse aufstellt. Sie tut das mit einer Art winken, normalerweise ist die Rückenflosse angelegt. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich diese Aufnahme machen konnte. Die Grundel wird etwa 3-4 cm groß. Die in der Nordsee lebende Arten werden größer, wie es bei den meisten Organismen ist, wenn man die Größe mit den Ostseetieren vergleicht. Ursache ist die abnehmende Salzkonzentration der Ostsee. Geschlechtsunterschiede sind mir nicht bekannt. Diese Grundel kann auch bei höheren Temperaturen bis 25° gut gehalten werden.
Dietmar Schönfelder
-- Hausi 19:04, 30. Aug. 2011 (CEST)