Teil 6 - Ostseeaquaristik

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Langlebigkeit und Reproduktion der Aquarieninsassen ist der Wunsch vieler Aquarianer.

Mehr oder weniger gelingt das bei tropischen Tieren schon ganz gut. Bei den Pflanzen und Tieren der heimischen Gewässer dagegen gibt es für die private Aquaristik und - wie es die Praxis zeigt, auch in öffentlichen Aquarien, erhebliche Defizite. Viele der dafür erforderlichen Faktoren sind in einem Aquarium nur mit erheblichem Aufwand oder unter erheblichen Kompromissen bei der Auswahl des Besatzes herzustellen. Im Vergleich zu natürlichen Gewässern sind Aquarien in ihren Parametern abweichend und haben keine ausreichende Stabilität in Bezug chemischer Bestandteile oder Nährstoffversorgung. Viele Tiere sind zwar tolerant hinsichtlich veränderten biologischen Umweltbedingungen, doch für die Zielstellung der Abbildung ökologischer Systeme müssen unter großem Aufwand Voraussetzungen geschaffen werden, um deren Bedürfnissen zu entsprechen.

Betrachte ich rückblickend die Entwicklungen in meinem Aquarium, sind sie wiederum Anlass für eine Veränderung technischer Komponenten und gezielter Pflegemaßnahmen für bestimmte Organismen.


Der Bericht soll einige Ideen vorstellen und das Resultat meiner Bemühungen.


Inhaltsverzeichnis

Heimische Pflanzen

Hinsichtlich ihrer Haltbarkeit im Aquarium sind heimische Pflanzen heikle Pfleglinge. Meiner Meinung nach liegt das einerseits an der unzureichenden Nährstoffversorgung in einem Gesellschaftsaquarium, andererseits sind weitere biologische Bedingungen wie Besiedlung durch Kleinstlebewesen in ihrer Bedeutung für die Pflanzen, spezielle Nährstoffansprüche und physikalische Parameter (Licht, Temperatur, Strömungsgeschwindigkeit usw.) für reproduzierbare Ergebnisse wenig bekannt. Wachstum beeinflussende Faktoren wie Biofilme, Bakterien und deren Stoffwechsel sind im Aquarium kaum steuerbar und werden damit unkalkulierbar.

Unter Laborbedingungen kann man Pflanzen leidlich halten, doch das ist nicht vergleichbar mit den für Pflanzen ungünstigen Bedingungen in einem Behälter mit weiteren Pflanzen und Tieren. Hier muss man andere Maßnahmen treffen. Meine Erfahrungen dazu möchte ich etwas näher erläutern.

Die für die Pflege in Frage kommenden Pflanzen müssen auf möglichst kleinen Substraten angesiedelt sein, um sie regelmäßig aus dem Aquarium entfernen zu können. Sie können dann in ein Milieu verbracht werden, in dem ein hohes Angebot an Nährstoffen und Vitaminen zur Verfügung gestellt wird, ein Milieu ohne Tiere und möglichst Bakterienarm. Sie haben darin einige Zeit ihre Speicherzellen aufzufüllen und man verbringt mit dieser Methode kaum Nährstoffe in das Aquarium. Das Problem der Vermehrung und Entwicklung von Bakterien und Blaualgen im Aquarium wird deutlich reduziert.

Ein ganz wichtiger Punkt der Keimzahlbegrenzung im Aquarium ist die exzellente Abschäumung, der UV-C Einsatz und die Anwendung von Ozon. Für die Reproduktion, Teilungsgeschwindigkeit der Bakterien und Stoffwechsel aller Organismen ist die Temperatur ein entscheidender Faktor. Niedrige Temperaturen sind aus diesem Grund entscheidend für die Stabilität und das biologische Gleichgewicht im Aquarium.

In natürlichen Gewässern herrschen im Gegensatz zu Aquarien (in Küsten nahen Bereichen) ein hohes Nährstoffangebot und auf Grund niedriger Temperaturen und anderen Einflüssen (UV- Angebot, Ozon, Austrag, Pilze und Hefen) eine niedrige Belastung durch Bakterien vor. Ausnahme sind die Cyanobakterien, die in hohen Anzahlen überwiegend im Freiwasser zu finden sind, währen sessile Formen auf Grund fehlender Substrate nicht dominant sind.

Im Aquarium ist aus Gründen der Sauerstoffverfügbarkeit für die Fische eine Begrenzung der Nährstoffe für Pflanzen und vor allem die Keimzahlbegrenzung oberstes Ziel für die Parameter der Wasserwerte. Besonders die Bakterien und zerfallende Pflanzen verbrauchen ungeheure Mengen an Sauerstoff! Aus diesem Grund wird an meinem Aquarium noch zusätzlich ein Wirbelbett Filter mit Phosphatabsorbern und ein Ozongerät installiert.

Ein Sandaquarium muss sehr stark mit Organismen besiedelt sein, die dieses Substrat in Bewegung halten. Dadurch wird ein Milieu erzeugt, welches eine hohe Sauerstoffversorgung im Bodengrund ermöglicht und diesen Tieren dauerhaft eine Lebensgrundlage bietet. Sie sorgen wiederum dafür, den Fischen weitere unersetzliche und qualitativ hochwertige Nahrungsbestandteile zur Verfügung zu stellen.

Relativ einfach kann man diese Tiere erwerben, in dem man den Bodengrund der Entnahmestelle mit einem Sieb mit einer Maschenweite von 1mm aussiebt oder auch einmal Steine dreht. In sehr hoher Anzahl sind Borstenwürmer, Meeresmilben und viele andere Kleinlebewesen zu erwarten. Gelingt es diese Tiere im Aquarium zu etablieren, haben wir einen wichtigen Schritt für ein erfolgreiches Aquarium getan. Auch die Muscheln, Schnecken, Sandgarnelen und Plattfische können für die Bewegung des Sandbetts sorgen.

Selbstverständlich gehören sessile niedere Tiere in ein Ostseeaquarium. Sie benötigen allerdings Hartsubstrate. Einige Tiere sind trotz dieser Bodengebundenen Lebensweise beweglich. Dazu gehören beispielsweise die Miesmuscheln, die ihre Positionen gelegentlich anpassen, um ihre Ernährung zu optimieren.

In den Aquarien werden sie, wenn man keine Maßnahmen trifft, wie die Gabe von Phytoplankton und Bakterienpräparate, einige Zeit aushalten, das heißt sie hungern. So lange die Tiere auf transportablen Substraten sitzen, kann man sie sehr gut, analog den Pflanzen, von Zeit zu Zeit in einen Behälter mit hoher Planktondichte (Konzentrate lebendem Phytoplanktons und Bakterienkulturen wie beispielsweise die Microbe lift Produkte) verbringen, um sie regelmäßig zu konditionieren. Sehr schnell erholen sich die Tiere und Wachstum und Vermehrung sind mit dieser Methode recht ordentlich. Auch die Seepocken, Seescheiden und Miesmuscheln lassen sich so sehr gut am Leben erhalten.

In solchen Behältern lassen sich auch Copepoden und Cladoceren für die Fische sehr gut vermehren. Sie werden überrascht sein, welche Mengen an Plankton die Filtrierer aufnehmen können.

Auch die Metamorphose von Garnelen gelingt in diesen Behältern ohne Probleme. Wenn man Phytoplankton Konzentrate einsetzt, hat man mehrere Algenarten und somit eine Kombination an Lipide, Kohlehydrate, Eiweiße und Vitamine, die einer anspruchsvollen und einigermaßen ausgewogenen Ernährung entspricht, auch wenn wir die natürlichen Verhältnisse nicht herstellen können.


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Die hohe Planktondichte in natürlichen Gewässern hat die starke Entwicklung von Miesmuscheln zur Folge und deren Stoffwechsel sorgt für viele Fische, vor allem für Grundeln, für wichtige und unersetzbare Nahrungsbestandteile. Diese Muscheln sind meiner Meinung nach damit eine der wichtigsten Komponenten im Aquarium überhaupt. Sie sorgen zudem für die Wassergüte wesentlich effizienter als es der beste Filter kann.

Die Fähigkeit der Anpassung der Fische an die Bedingungen im Aquarium lassen viele Arten in ihren Haltungsbedingungen einfach erscheinen. Besonderheiten in ihrer Ernährung schränken die Auswahl allerdings ein. Zusätzlich machen die beengten Verhältnisse und die Verträglichkeit der Arten untereinander sowie auch innerhalb einer Art durchaus Probleme.

Sehen wir einmal von Platzangebot ab, der unterlegenen Tieren Rückzugsbereiche verwehrt und somit den Besatz Beschränkungen auferlegt, gibt es weitere Kriterien der Vergesellschaftung.

Bei in Verbänden lebenden Tieren haben die Individuenzahlen wesentlichen Einfluss auf deren Verhalten. Fische können nicht zählen, aber sie sind durchaus in der Lage, in einem Schwarm bis zu sechs Individuen anhand körperlicher Merkmale (Pigmentierung, Verhalten, Bewegungsform, Größe und Lautäußerungen) zu unterscheiden. Das hat Konsequenzen auf den Besatz im Aquarium!

Geht man davon aus, dass ein Tier grundsätzlich zwischen männlichen und weiblichen Artgenossen unterscheidet, muss um eine Hierarchie zu vermeiden, eine Gruppe von Tieren zusammengesetzt werden, die deutlich die mindest Individualzahlen Männchen/Weibchen überschreitet, zumindest in der Balzzeit. Einerseits steigt die Attraktivität eines solchen Verbandes für die Tiere erheblich mit der Größe des Verbandes, andererseits sind die Stressfaktoren der Tiere in solch einem Verband wesentlich geringer als bei den Einzeltieren.

Die Altersstruktur und das Geschlechter Verhältnis sind ein weiterer Aspekt in solch einer Gruppenhaltung und die dafür erforderlichen Konstellationen für das Aquarium sind nicht bekannt. Unterschreitet man die Anzahl der Tiere, bildet sich sehr schnell eine Rangordnung heraus. Besonders bei Grundeln ist dieses Merkmal stark ausgeprägt, aber auch bei dem hübschen Klippenbarsch. Hier kann man tatsächlich im Aquarium nur ein Tier halten, so stark ist dessen Aggressivität. (1)

Aber auch bei den hübschen Seestichlingen ist diese Aggressivität sehr stark ausgeprägt, so dass man für eine Gruppenhaltung viele Tiere benötigt und die dafür entsprechenden Behälter.

Etwas besser lassen sich die Plattfische zusammen halten. In ihrer Jugendzeit kann man durchaus mehrere Tiere vergesellschaften.

Doch nicht nur wegen ihrer Vergesellschaftung sind die Fische anspruchsvoll, sondern hinsichtlich ihrer Ernährungsweise sind einige Dinge zu beachten. Die Futtermittel, die wir in der Regel einsetzen, sind in der Zusammensetzung, Konsistenz, Geschmack und fehlender Bewegung so verändert, dass die Fische einige Zeit benötigen um herauszufinden, dass es Nahrung ist. Für manche Tiere ist das ein unlösbares Problem.

Oftmals wird Nahrung probehalber ins Maul genommen und dann leider nicht akzeptiert. Manche Tiere nehmen Futter bis oder ab einer bestimmten Größe auf usw, die Liste ist lang! Lebendfutter wird immer akzeptiert, aber auch hier ist Abwechslung der Futtermittel angeraten. Glücklicherweise kann man zumindest in den Sommermonaten über eine gewisse Vielfalt zurückgreifen, sei es Plankton des Süßwassers oder auch Insekten, die man auf Wiesenflächen erbeuten kann.

Grundsätzlich sind strukturierte Bereiche für die Fische ein besonderer Anziehungspunkt. In diesen Bereich kommen die höchsten Planktonvorkommen vor, hier gibt es gute Versteckmöglichkeiten für Jungfische und weitere Aspekte führen zu einer Konzentration von Fischen in diesen Bereichen. Ganz wunderbar wird das sichtbar, wenn man sich einmal die Webkamera des Riffes Nienhagen aufruft. (2)

Auch im Aquarium müssen wir für eine Strukturierung sorgen, die einerseits diesen Bedürfnissen der Fische entgegenkommt, andererseits ästhetische Aspekte zu berücksichtigen hat. Dabei muss bei Festsubstraten auf die Möglichkeit der Entnahme zu Reinigungszwecken, Verkleidung technischer Einrichtungen, Unterteilung bzw. der Einsatz von Schottwänden für Selektion von Tieren, Vermeidung und Entfernen von Ansammlungen abgestorbenen Materials möglich sein usw. Noch besser ist der Besatz mit lebenden Pflanzen und falls deren Kultur nicht gelingt, eine Einrichtung mit synthetischen, starke Strukturen bildenden Materialien zu erwägen.

Die Erweiterung der bestehenden Anlage

In meinem letzten Artikel hatte ich angedeutet, das Ostseeaquarium durch einen Bereich zu erweitern, der einen Ausschnitt eines Riffes zum Thema hat. Hier sollen Pflanzen und Tiere aus der lichtschwachen Zone gepflegt werden, deren Ansprüche wesentlich von denen des Sandaquariums abweichen.

Die Beleuchtung dieses Aquariums wird durch einen Grünfilter bestimmt, dessen Wellenlänge etwa 550-560 nm beträgt. Das Leuchtmittel ist eine 11 Watt Tageslicht Leuchtstofflampe, die einen Bereich einer Schlucht schräg nach hinten ausleuchtet (ob es zum fotografieren ausreichen wird?). Einige Rotalgen reagieren empfindlich auf zu viel Licht, man muss selbst Streulicht durch die Aquarienscheiben vermeiden. Mit der Lichtfülle des Sandaquariums sind sie weit überfordert.

Für die Rotalgen treffen die Anfangs genannten Maßnahmen der Nährstoffversorgung besonders zu, denn durch die Nährstoffbegrenzung des gesamten Aquariums wird eine separate Nährstoffversorgung der Algen erforderlich.

Ich verspreche mir von der Algenkultur eine Zunahme der Kleinstlebewelt, die Bereitstellung Bakterien hemmender Substanzen für das gesamte Aquarium und damit eine Milieuverbesserung.

Insgesamt muss die Aquarienanlage noch besser gekühlt werden als das jetzt der Fall ist. Eine teilweise Umrandung des Behälters mit einem porösen Material, welches in Intervallen durch eine Beregnungsanlage benetzt und mittels Kleinlüftern verdunstet wird, soll eine gewisse Temperaturabsenkung erreicht werden.

Das Aquarium erhält eine Abdeckung mit einer Lichtrasterplatte mit etwas Abstand von der Wasseroberfläche. Auf einem kleinen Plateau oberhalb des Wasserspiegels sollen die Tiere gelegentlich einen Trockenbereich aufsuchen, ohne das Aquarium verlassen zu können. Weiterhin wird die Dekoration so gestaltet, dass durch Einfügen einer Schottwand die Pflege von 2-3 Krabben ermöglicht wird. In diesem Aquarium habe ich die Möglichkeit einer Haltung von Aktinien, da sie für die Vergesellschaftung mit Seenadeln usw. nicht geeignet sind.

Die Wasserbewegung in diesem Aquarium wird mittels kleiner, im Wechseltakt betriebener Turbellen erfolgen. Deren Leistung ist so gering, dass sie keine nennenswerte Wärme in das Aquarium eintragen und eventuell die sich dort positionierende niedere Tiere nicht schädigen.

Mit dem Sandaquarium besteht ein mäßiger, teilweiser Wasseraustausch durch das zurücklaufende Wasser des Abschäumers, etwa 20-30 Liter/Stunde. Das Gesamtvolumen beider Aquarien beträgt ca. 200 Liter netto. Um die Hubarbeit für Pumpen gering zu halten, stehen beide Aquarien etwa auf gleichem Niveau.

Ab September wird erstmals die Intensität und Beleuchtungsdauer beider Aquarien immer weiter abgesenkt und in den Wintermonaten bis auf ein Minimum reduziert. Für viele Pflanzen in unseren Breitengraden gibt es eine ausgesprochene Ruhephase, was ihre Fruchtkörper reifen lässt, hormonelle Prozesse in Gang setzt und im Frühjahr die Entwicklung neuer Pflanzen auslöst.

Wie und wo kann man sich mit Pflanzen und Tieren versorgen?

Die Rotalgen und Aktinien für solch ein Aquarium sind in beträchtlicher Wassertiefe zu finden.

Betrachten wir die natürlichen Riffe in der Ostsee, so gibt es nur wenige, begrenzte Entnahmegebiete. Als Beispiel sei das Rerikriff genannt. Die Entnahme gestaltet sich sehr schwierig, denn nur unbeschädigte und auf kleinen Substraten wachsende Algen sind geeignet, um Transport und Ansiedlung im Aquarium unbeschadet zu überstehen. Die Temperatur ist zurzeit in den Entnahmegebiet noch sehr niedrig, so dass man sich beim Sammeln der Exponate entsprechend vorbereiten muss.

Die Algen findet man in einer Tiefe von etwa 10-20 Metern und ohne die entsprechende Gerätetechnik ist die Entnahme sehr schwierig. Transport und Anpassung an das Aquarium sind eine weitere Herausforderung und setzt entsprechendes Equipment voraus. Möglicherweise ist der Versuch, über eine Meeresbiologische Station oder die Universitäten an Materialien heranzukommen erfolgreich, zumal sich hier noch die Möglichkeit eines Erfahrungsaustausches zu Kulturbedingungen anbietet. Eventuell könnte man mit einer Anfrage beim Meeresmuseum Stralsund versuchen, an begehrte Pflanzen und Tiere heranzukommen.

Für die Organismen der Flachwasserbereiche bieten sich besonders die Seegraswiesen an, in der viele interessante Pfleglinge für das Aquarium zu finden sind. Viele Grünalgen und Tange findet man hier, die besonders in den flachen Arealen der Wismarbucht zahlreich vertreten sind.

Anzeiger für die eutrophierten Abschnitte sind die Ulva Arten wie Meersalat und Darmtang. Für das Aquarium sind das sehr gute Zeigeorganismen, viel besser und empfindlicher als es Wassertestmittel sein können. Dennoch sind auch sie ohne Dünger im Aquarium längerfristig nicht lebensfähig. Hin und wieder erscheinen zwar kleine Exemplare, doch für ansprechende Pflanzen sind pflegerische Maßnahmen unerlässlich.

Als sehr gutes Sammelgebiet haben sich die steinigen Küstensäume erwiesen, die oftmals neben Algen und Tangen von vielen niederen Tieren besiedelt werden wie Seescheiden und Schnecken.

Leider sind die hübschen Seesterne nicht mehr so wie früher in diesen Gebieten zu finden. Für diese Tiere ist es wichtig, gelegentlich Bikarbonate dem Wasser hinzuzufügen. Deren Futterpalette besteht hauptsächlich aus Muschelfleisch der Miesmuscheln, aber sie nehmen durchaus auch anderes tierisches Futter.

In den Seegraswiesen benutze ich für den Tierfang eine Dredge, die durch große Öffnungsweite und langes Netz mit großer Maschenweite den Staudruck niedrig hält und die Tiere nicht verletzt.

Die Methode der Düngung und die Nährstoffe.

Nachdem sich die bisher praktizierten Methoden der Algenkultur nicht bewährten, muss eine andere Form der Nährstoffversorgung praktiziert werden. Neben organischen und anorganischen Düngern sowie Spurenelementen benötigen Algen bestimmte Vitaminpräparate für ihren Stoffwechsel in recht hohen Dosen. In erster Linie ist das B6 und B12 und zwar in erheblichen Mengen. Da diese Präparate teuer sind und eine Vitaminisierung von vielen Litern Wasser ineffektiv ist, bietet sich hier der Ansatz einer Stammlösung an Nährstoffen an, worin die Pflanzen regelmäßig einige Zeit verbracht werden. Diese Methode bietet den Vorteil einer keimarmen Arbeitsweise und einer stabilen Versorgung mit Nährstoffen über eine Zeit von mehreren Stunden. Kommen die Pflanzen regelmäßig in solch ein Milieu, halten sie einige Zeit unter Nährstoffarmut im Aquarium aus.

Rezepturen zu Wasserpflanzendüngern gibt es sicherlich eine ganze Menge. Sie beinhalten Ammonium, Nitrat, Phosphor, Kalium, Eisen, Komplexbildner und wie gesagt Vitamine. Eine allgemeingültige Angabe für eine Rezeptur ist schwierig, da für jede Algenart spezielle Zusammensetzungen erforderlich sein können. Prinzipiell kann man aber mit einer Stammlösung an Nährstoffen eigentlich kaum Fehler machen.

Allerdings möchte ich hier darauf verweisen, dass Dünger für Landpflanzen andere Zusammensetzungen haben und für die Kultur der Algen wenig geeignet sind. Die Düngemittel der Süßwasseraquaristik sind in ihrer Zusammensetzung besser geeignet, oftmals fehlen aber für die Meeresalgen wichtige Spurenelemente. Besonders trifft das auf das Phytoplankton zu, für das es spezielle Dünger gibt.

Selbst für diese Algen sind, abgesehen von der keimarmen Arbeitsweise, mitunter weitere Komponenten erforderlich. Leider sind hier die Publikationen der Biologen zur Kultur von Algen nur bedingt für die Aquaristik anwendbar, denn diese Methoden sind im Grunde genommen für die Kulturen in axenischen Medien geeignet. Das ist jedoch nicht für die Aquaristik praktikabel oder sinnvoll, abgesehen davon, dass man eventuell mit Antibiotika und ähnlichen Sachen hantieren müsste.

Für die Algenkultur der Grün- und Braunalgen wird eine Stammlösung nach Schreiber angesetzt. In 1 Liter Seewasser werden 100mg NaNO³ + 20mg Na²HPO4*12H²O + 50ml Erddekokt zugefügt, Vitamin B1, B6 und B12, Aminosäuren Glycin und Glutaminsäure, Folsäure.3

Abweichend ist eine Rezeptur für die Rhodophyceae nach Dr. Schygula anzuwenden. 1 Liter Seewasser + 85 mg Natriumnitrat + 10 mg Dinatriumhydrogenphosphat + 0,56g Eisen-II-sulfat + 4g Magnesiumchlorid + 0,2g Biotin + 0,08g B12 + 7,4g Triplex.4

In diesen Lösungen werden die Algen in der Wachstumsperiode 1x / Woche für etwa 8 Stunden verbracht. Noch besser nehmen Algen Ammonium als Nitrat auf. Die Versorgung mit einigen Chemikalien für den Privatmann ist seit einiger Zeit erschwert. Vielleicht ergibt sich eine Möglichkeit diese Dinge über eine Gärtnerei zu beziehen bzw. sich eine Stammlösung herstellen zu lassen. Anhand der geringen Mengenbestandteile wird schon ersichtlich, dass für ein einigermaßen genaues Arbeiten eine Feinwaage benötigt wird. Die Aufbewahrung der Nährlösung erfolgt in Glasflaschen (Licht geschützt und gekühlt). Eventuell sind der pH Wert dieser Lösung anzupassen und zusätzlich Puffer zu verwenden.

Die „verbrauchte“ Nährlösung verwerfe ich natürlich nicht, sondern nutze sie, um Reste von Phytoplanktongemischen in dieses Milieu zu verbringen. Es entsteht in sehr kurzer Zeit eine Vermehrung einiger Algenformen, die von Filtrierern aufgenommen werden oder zur Futtertierzucht zur Verfügung steht. Verbringt man die Miesmuscheln in solch einen Behälter, sieht man, wie schnell und effektiv diese Tiere das Plankton fressen und dass in einem Gesellschaftsaquarium Bedingungen für die ausreichende Versorgung gar nicht zu schaffen sind!

Dass die Miesmuscheln wiederum Bestandteile ihres Stoffwechsels an das Wasser abgeben, die anderen Tieren als Nahrung dienen, nannte ich ja bereits. Wie hoch die Planktondichte in der Natur im Vergleich zu einem Aquarium für die Filtrierer ist, kann man sehr gut sehen, wenn man sich Aufnahmen (am besten mit Blitzlicht) in der Natur betrachtet.

Für die Zucht ausgewählter Phytoplanktonarten funktioniert diese Methode natürlich nicht, denn hier ist eine Arbeitsweise erforderlich, die sich erheblich unterscheidet. Spezielle Düngemittel wie F/2 werden benötigt, Vitamine und andere Zusätze und vor allem eine keimarme Kultur ist hier unverzichtbare Voraussetzung. Temperaturansprüche und Vermeidung von Algenmischungen, das Alter der Kulturen und damit Einfluss auf Bildung der Speicherstoffe sind zu beachten und vieles mehr. Weiterhin muss man, um beim Zusammenbrechen einer Algenkultur eine neue Kultur starten zu können, Backup Kulturen anlegen, deren Versorgung und Lagerung mit einem gewissen Aufwand verbunden sind.

Neben Platzproblemen, sorgsamen Arbeitsmethoden, umfangreichem Equipment und erheblichen Kosten der Düngemittel muss man auch die Energiekosten für die Beleuchtung und Belüftung kalkulieren und diese Kosten sind erheblich. Hinweise zu dieser Problematik und nützliche Informationen für die Kultur finden Sie auf der Website der Züchtergemeinschaft mariner Lebensformen.(5)

Im Grunde genommen rechnet sich eine Kultur von Phytoplankton für die Futterzucht nicht, da der Aufwand den Nutzen weit übersteigt. Wer sich mit der Zucht mariner Lebewesen beschäftigt, wird allerdings um diese Thematik nicht herumkommen, denn Ersatzfuttermittel können nicht alle Bedürfnisse der Seewassertiere erfüllen. Selbst wenn es gelingt, nachgezüchtete Tiere zu verkaufen, wird der Gewinn durch den dazu benötigten Aufwand an Equipment, Energie und Arbeitszeit sehr klein. Berechnet man die Mengen Lebendfutter, die erforderlich sind, um 1 Gramm Fisch zu erzeugen, wird man schnell über den zu betreibenden Aufwand im Klaren sein. Für viele Tiere sind solche Methoden allerdings unverzichtbar, da die hormonellen Funktionen bei der Bildung der Geschlechtsprodukte u.a. durch das Futter ausgelöst werden. Dafür benötigt man die gut- und mit lebenden Algenkulturen ernährten Futtertiere. Die Trocken- und Frostfuttermittel sind hinsichtlich ihrer Zusammensetzung, Konsistenz, Inhaltsstoffen usw. verändert oder abweichend.

Geringe Erfolge bei den Nachzuchten der Fische sind deutlicher Beleg ungünstiger Ernährung. Doch erfreulicherweise nehmen sich immer mehr Aquarianer dieser Problematik an und versuchen Tiere nachzuzüchten. Es sind durchaus beachtenswerte Erfolge aufzuweisen. Bei den Wirbellosen sind es neben den Korallen vor allem die Garnelen, die erfolgreich vermehrt werden. Die Nachzuchten der Wirbeltiere sind möglich, doch nur wenige Aquarianer haben die Zeit und die Mittel, sich dieser Thematik zu widmen, sieht man einmal von spontanen Erfolgen ab, die sich durchaus einmal einstellen können. Nicht nur das Aufziehen der Tiere ist mühsam sondern auch der Kosten deckende Verkauf ist sehr schwierig!

Delesseria sanguinea und andere Rotalgen.

Hier möchte ich auf eine Alge eingehen, die spezielle Haltungsbedingungen benötigt. Allein dafür die Voraussetzungen zu schaffen, macht doch mehr Probleme, als ich Anfangs dachte.

Da ist einmal die Voraussetzung der Temperaturbegrenzung auf max. 15°C zu schaffen. In einem Raum, in dem Temperaturen zwischen 4°C bis 30°C auftreten können, ist das durchaus problematisch denn der Aufwand für die Kühlung einer Anlage ist um ein vielfaches höher als das Aufheizen eines Aquariums. Nicht nur der kostspielige Einsatz von Energie ist zu beachten sondern auch das sich auf den Glasscheiben bildende Kondenswasser bei starkem Temperaturgefälle muss entsprechend aufgefangen und aus dem Wohnraum entfernt werden.

Ein weiteres Problem ist die anzuwendende Lichttechnik, denn die Rotalge benötigt für eine optimale Photosynthese eine spezielle Wellenlänge. Sie beträgt 560 nm, also ein Licht im grünen Farbspektrum. Rot- und Blauanteile der Beleuchtung führen nicht zu einer Photosyntheseleistung und können sich für das Wachstum als stark hemmend herausstellen. Zudem ist die Lichtmenge stark reduziert. Als Richtlinie sind Werte kleiner 50μE genannt. So führt selbst das Streulicht im Raum für ungünstige Kulturbedingungen. Weiterhin kommt die im Jahr ablaufende, variable Lichtmenge und Beleuchtungsdauer unserer Breitengrade dazu, was einen beträchtlichen Steuerungsaufwand nach sich zieht.

Ein weiteres Problem ist der Transport dieser Alge. Sie bildet eine Haftscheibe aus, die keinerlei Verletzungen verträgt. Das Substrat auf der sie kultiviert wird, besteht daher auch aus kleineren, flachen Steinen um sie nach den im vorigem Kapitel genannten Methoden in Nährmedien übertragen zu können. Übrigens ist der Gattungsnamen dieser Alge Delesseria Lamouroux 1813 ein „Nomen conservandum“, der 1935 als gültiger Namen geschützt und veröffentlicht wurde. Die Gattung wurde früher als Membranoptera Stackhouse 1809 bezeichnet. Der Name Delesseria wurde nach dem französischen Politiker Benjamin Baron Delessert (1773-1843) benannt, der als Liebhaberbotaniker und Beschützer und Förderer der Wissenschaften u.a. in Paris in den Jahren 1820-1839 das fünfbändige Prachtwerk „Icones selectae plantarum“ mit 500 Kupfertafeln auf seine Kosten drucken lies.


Ostseeaquaristik Teil 6.pdf - Adobe Reader2.jpg Eine herrliche Alge ist die Floridee Delesseria sanguinea, der Blutrote Seeampfer, von der ich leider bis jetzt nur eine Zeichnung besitze.


Eine weitere sehr schöne und ausdauernde Alge der Familie Delesseriaceae ist der Rote Eichentang Phycodrys rubens Hudson 1762. Sie wird etwa 30 cm hoch und ist unter den gleichen Bedingungen wie der Blutrote Seeampfer zu kultivieren. Nach Pankow ist sie als Ph. sinuosa Good. et Woodw. 1797 benannt.(6)

Ein Kandidat für etwas einfachere Kulturbedingungen aus der Familie Ceramiaceae ist die Flaumfeder Rotalge Plumaria elegans Schmitz. Sie reift im Hochsommer und hier hat man die Chance sich diese Alge zu vermehren. Man findet sie bisweilen in Ufernähe auf Substraten wachsend. Algensporen sind sehr lang ausdauernd und können sich auch noch nach längerer Zeit in einem Aquarium entwickeln, selbst wenn man damit nicht mehr rechnet. In meinen ersten Aquarien kam eine andere Ceramiaceae ohne mein Zutun auf. Umgebracht habe ich sie dann aus Unkenntnis mit zu vielem und falschem Licht…


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Einige Algen sind äußerst anspruchsvoll und nicht leicht am Leben zu erhalten. Um die Photosynthese der Rotalgen zu optimieren und gleichzeitig konkurrierenden Grün- und Braunalgen deren Lebensbedingungen zu erschweren, muss man unter anderem durch die Auswahl entsprechender spektraler Bestandteile des Lichtes günstige Ausgangsbedingungen schaffen.(7)


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Anhand dieser Graphik wird deutlich, warum hier spezielle Leuchtmittel ausgewählt werden. Die so genannten Tageslicht Lampen sind auf Grund ihrer spektralen Lichtanteile in Kombination mit Grünfolien für die Florideen besonders gut geeignet. Weiterhin ist ersichtlich, dass die Braunalgen und Grünalgen bestimmte kurzwellige Lichtbestandteile benötigen sowie ein Licht im Orange/Gelb Bereich. Hier setze ich Biolicht Leuchtmittel der Fa. NARVA ein, die UV-A und langwelligen UV-B Lichtanteile emittieren und kombiniere sie mit weiteren Leuchtmitteln. Die Photosyntheseleistung kann im kurzwelligen Bereich sogar über der des langwelligen Lichtes liegen.

Interessant in diesem Zusammenhang ist die Frage der Stärke der Beleuchtung. Um eine Abschätzung der Leuchtmittel zu ermöglichen, möchte ich hier einen Vergleich zwischen dem tropischen Lichtangebot und der Lichtverfügbarkeit des 54. Breitengrades bringen, auf der man die Stadt Hamburg findet.

Das Rote Meer ist zwischen dem 12-20. Breitengrad zu finden. Hier ist der jährliche Mittelwert mit 222 W/m² angegeben. Die Sonneneinstrahlung kann hier Maximalwerte von etwa 260 W/m² annehmen. Auf dem 54. Breitengrad wurden für den Jahresdurchschnitt 110 W/m² und als maximaler Wert 209 W/m² ermittelt. Das Sonnenlicht beider Regionen muss dabei in 49% sichtbares Licht und 5% UV-Licht (293-380 nm) aufgeteilt werden, der Rest ist Wärmestrahlung im IR-Bereich und erwärmt nur die Oberfläche des Wassers.

Setzt man das in die erforderliche elektrische Nennleistung um, damit bei Vernachlässigung der spektralen Bestandteile unserer Leuchtmittel vergleichbare Ergebnisse erzielt werden, muss man auf 1 m² Oberfläche ca. 1350 W Leuchtstofflampenlicht oder 1300 Watt HQI Licht anbieten, um tropische Lichtverhältnisse zu erreichen (nur sichtbares Licht). Auf 1 Meter Wassertiefe ist immer noch etwa 660 Watt Lichtleistung erforderlich. In 5 Meter Wassertiefe ist noch eine Leistung von 400 Watt vonnöten. Dazu kommen für den UV Anteil in 1 Meter Wassertiefe ca. 250-300 Watt… Um einen Mittelwert von 22000 Lux in 1 Meter Wassertiefe über 12 Stunden zu bieten, müssten ca. 320 W/m² für alle Lampentypen installiert werden. Für das Kaltwasseraquarium beträgt der Lichtbedarf etwa 50% der hier genannten Zahlen.(8)

Ich habe etwa 160 Watt Lichtleistung über dem Sandaquarium installiert, ein Wert, der auch nur als Spitzenwert in der Mittagszeit erreicht wird und für das Aquarium der Rotalgen 11 Watt, also ein erheblicher Unterschied! Der UV-A Anteil der Leuchtmittel des Sandaquariums beträgt ca. 1,5%. Die Rotalgen erhalten keine UV- Bestandteile. Um zu fotografieren leuchte ich gelegentlich extra aus und werde bei den Aufnahmen darauf sicher noch öfter hinweisen.

Blaualgen im Aquarium.

Leider ist es wieder einmal passiert, Blaualgenplage! Eine Artengemeinschaft verschiedener Algen bedeckt die Dekoration und Teile des Bodengrundes. Wieso ist das Ostseeaquarium so anfällig auf diese Arten?

Nun, dafür sind verschiedene Ursachen Auslöser dieser Plage. Diese Algen zeigen einmal eine hohe Nährstoffverfügbarkeit an. Bei mir ist das Nitrat unterhalb einer Nachweisgrenze, Phosphat kann ich ebenfalls nicht nachweisen. Vermutlich ist das Nitrat tatsächlich nicht vorhanden, bei Phosphat sieht das schon anders aus. Phosphate können in Sedimenten zeitweise festgelegt sein, um sich durchaus wieder zurücklösen zu können. Für die Blaualgen reichen geringste Mengen von Phosphaten, die sie zudem noch in speziellen Speicherzellen einlagern können.

Auf im Wasser vorhandenes Nitrat sind Blaualgen dagegen nicht immer angewiesen. Im Gegensatz zu anderen Algen sind sie in der Lage, den Stickstoff aus der Luft zu verwerten, vorausgesetzt, es steht genügend Lichtenergie zur Verfügung. Dazu kommt die Tatsache, dass auf Grund der geringen Salinität eines Brackwassers die Blaualgen gegenüber anderen Algen eine viel größere Toleranz biologischer Parameter, auch im Bezug auf die Temperaturtoleranz, besitzen. Der Nitratmangel wurde schon einige Zeit vor dem Entstehen der Blaualgen durch das Zusammenbrechen der Meersalat Bestände im Aquarium sichtbar. Die Effizienz der Abschäumung sorgt, obwohl im Brackwasser wesentlich schlechter funktionierend, für eine Verschärfung dieser Situation. Doch für die Haltung von Chara Algen ist wiederum solch ein Nährstoff armes Milieu unbedingt erforderlich. Was könnte zu einer Verbesserung dieser Situation beitragen?

Wasserwechsel und absaugen der Blaualgenbeläge ist nur eine mehr oder weniger kosmetische Maßnahme, auch wenn das zur teilweisen Nährstoffreduzierung beiträgt. Zunächst muss die Verfügbarkeit von Phosphaten deutlich reduziert werden. Dafür gibt es zwei mögliche Varianten. Einmal Phosphatfällung mit Kalkwasser, es muss das dabei entstehende Sediment aus dem Aquarium entfernt werden. Somit wird ein größerer Behälter benötigt, in dem,diese Sedimente ablagern können- bei Strömungsgeschwindigkeiten im Millimeterbereich/Sekunde. Diese Methode würde ich aus Gründen der pH- Wert Schwankungen bei Kalkwassergabe nicht anwenden, zumal die Ionenanomalie des Brackwassers (Kalk und Karbonate) unberechenbare und instabile Verhältnisse nach sich ziehen. Weiter muss man bedenken, dass mit größerem Volumen auch mehr Energie zur Temperaturabsenkung erforderlich ist, in einem Behälter ohne Tiere und Pflanzen eine nicht akzeptable Verschwendung.

Die bessere Methode ist die Bindung an Absorptionsmaterial wie Eisen und Aluminium. Der Vorteil ist das dafür erforderliche geringe Volumen in einem Wirbelbettfilter, der auf Grund seiner Arbeitsweise nur wenig Material benötigt bzw. einen hohen Wirkungsgrad erreicht. Für die Pflege von höheren Algen muss ein gewisser Nitratanteil vorhanden sein und zwar in einem bestimmten Verhältnis zum Phosphat. Wie kann man das erreichen und einigermaßen stabilisieren?

Ein zeitlich begrenzter Einsatz des Abschäumers? Sicher ungünstig, denn nicht entfernte Eiweiße denaturieren und bilden mit der Zeit Verbindungen, die auf Fische und niedere Tiere hemmend wirken und dann nicht mehr abschäumbar sind, Phenole und Gerbsäuren zum Beispiel. Sichtbar wird das durch eine Verfärbung des Wassers. Außerdem nutzen viele Bakterien dieses hohe Nährstoffangebot und verändern das Milieu zum Nachteil der Fische, die auf ein gering durch Bakterien belastetes Wasser mit hohem Sauerstoffanteil angewiesen sind.

Eine Möglichkeit wäre die Umgestaltung der Filterung. Man könnte den Einsatz eines Rieselfilters erwägen, der einen Nährstoffumbau zu Nitrat möglich macht und auf Grund seiner Bauweise eine hohe Sauerstoffverfügbarkeit gewährleistet. Es verdunstet zwar recht viel Wasser, was eine weitere Kalkfällung und Austrieb von CO² nach sich zieht, aber dieses Problem ist leicht zu beherrschen. Die starke Verdunstung kühlt das Wasser, ein durchaus erwünschter Effekt, CO² ist mittels Dosierautomaten leicht nachzuregeln. Hier muss man allerdings auf eine recht teure Regeltechnik mit, in weiten Temperaturbereichen arbeitender Kompensation, zurückgreifen die zudem noch mit hoher Auflösung und Einstellbarkeit der Parameter arbeiten muss.

Nach meinen Erfahrungen muss die Anlage den pH Sollwert von 8,1 eine Absenkung von 0,1 pH regeln, das bedeutet eine Justierung von +/- 0,01 pH! Eichlösungen zum kalibrieren und eine exakte Temperaturkompensation sind neben der Elektrodenpflege Voraussetzung um Über und Unterdosierungen zu vermeiden. Mit einiger Zeit kommt es zu einer Pufferung und somit zur Stabilisierung des KH- und des pH Wertes im Aquarium. Das ist dann der Zeitpunkt, bei dem die höheren Algen gut gedeihen. Ihre Stoffwechselprodukte sorgen einerseits für ein die Blaualgen hemmendes Milieu, andererseits stellen sie für weitere Organismen essentielle Bestandteile wie z.B. Vitamine und Hormone zur Verfügung und verbessern damit die Lebensbedingungen vieler niederer Tiere und Fische.

Die regelmäßige Zufuhr und Kontrolle von Bikarbonaten gehört bei dieser Methode zu einer wichtigen Pflegemaßnahme die zu beachten ist und man ist gut beraten, sich dieses auch zu protokollieren und zu dokumentieren, da nicht nur Algen auf Bikarbonate angewiesen sind sondern auch die Tunikaten, Seesterne und Muscheln. Zusätzlich hat man die Möglichkeit, die Ionenanomalie des Brackwassers zu umgehen, in dem man eine höhere Salinität einstellt.

Noch ein weiterer, wichtiger Hinweis, falls man höhere Algen nicht in separaten Nährlösungen versorgen möchte. Wenn Sie sich die Rezepturen der Algendünger betrachten, werden Sie sehen, dass man bevorzugt mit Natriumverbindungen arbeitet. Natrium ist allerdings eines der Elemente, die von den Blaualgen bevorzugt aufgenommen werden. Bei den verschiedenen Düngern muss man also unterscheiden, für welche Kulturbedingungen sie geeignet sind.

Es ist ein gehöriger Unterschied ob Dünger für eine Algenkultur in einem axenischen Medium oder in einem Aquarium eingesetzt werden soll. Den höheren Mengenanteil im Dünger bildet das Nitrat, darum ersetze ich entgegen den Rezepturen das Natriumnitrat durch Kaliumnitrat. Sollten Sie versuchen sich Kaliumnitrat zu beschaffen, werden Sie allerdings auf erhebliche Schwierigkeiten stoßen, da es möglicherweise als Ausgangsstoff für die Sprengstoffherstellung verwendet werden könnte. Ich lasse mir aus diesem Grund die Nährlösungen in einer Apotheke herstellen und erspare mir dazu noch die Anschaffung einer Feinwaage.

Blaualgen kann man sich sehr schnell in das Aquarium einschleppen. In der Regel macht man das mit dem verwendeten Futter. Bei Lebendfutter geschieht das oft mit dem Medium, in dem sich die Tiere befinden sowie mit dem in ihrem Verdauungstrakt befindlichen Bestandteilen. Man kann das einigermaßen gut in den Griff bekommen, wenn man die Futtertiere einige Zeit in Quarantäne hat und mit gezüchteten, lebenden Planktonkulturen ernährt. Die planktischen Blaualgen sind auch nicht so das Problem, sondern eher die Beläge bildenden Arten. Wir verwenden sehr gern Muschelfleisch für die Fütterung und hier besteht durchaus die Möglichkeit, dass die Muscheln erhebliche Mengen an Blaualgen aufgenommen haben.

Planktische Blaualgen werden in der Regel von den Filtrierern auch nicht verdaut, da ihre Zellwand recht widerstandsfähig und die Verweilzeit in den Verdauungskanälen der Tiere zu kurz ist. So ist das Frostfutter oftmals die Haupteintragsquelle von Blaualgen in das Aquarium. Sind die Futtertiere, die man der Natur entnimmt, aus Gewässern die einen hohen Anteil verschiedener höherer Algen enthält, ist die Gefahr der Blaualgenübertragung recht niedrig, da höhere Algen Stoffe an das Wasser abgeben, die eine gewisse Hemmung auf Blaualgen haben.

Jahreszeitliche Schwankungen sind allerdings auf das Überwiegen einzelner Phytoplanktonarten zu beachten, besonders lange, heiße Sommerperioden lassen Blaualgen „Blüten“ entstehen, die dann vom Zooplankton aufgenommen werden. Eng an diese Periodizität ist dann das Vorkommen der überwiegenden Zooplanktonarten gebunden, so dass sich eine typische Abfolge an dominanten Zooplanktonarten in unseren Gewässern, je nach Jahreszeiten ergibt. In sehr großen Zuchtanlagen wie es z.B. Artemia Zuchtanlagen sind, sind oftmals neben der Dunaniella salina planktische Blaualgen anzutreffen. Leider sind die Blaualgen auf Grund ihrer Größe mit dem Planktonnetz nur schwer auszufiltern.

Noch mal eine Überlegung zum Thema Rieselfilter - ein Rückschritt?

Die Rieselfiltertechnik ist ein sehr altes Prinzip der Wasseraufbereitung. In einem Gefäß, in dem über verschiedene Materialien Wasser tropft, werden Bakterienkulturen angesiedelt, die einen Stoffwechsel des Stickstoffs bewirken. In der Endstufe dieses Stoffwechsels entsteht das Nitrat. Diese Filter sind allerdings nicht in der Lage, wie ein Abschäumer auf ein Über- oder Unterangebot an Nährstoffen schnell zu reagieren. Sie sedimentieren sehr stark abgestorbenes Material und sie sind nicht in der Lage, Gelbstoffe aus dem Wasser zu entfernen. Das muss gelegentlich mit einer Aktivkohle geschehen.

Rieselfilter müssen mit einer gewissen Wassermenge betrieben werden, etwa mit 2-3-mal dem Wasservolumen des Aquariums pro Stunde, damit sie effektiv sind. Das Volumen solcher Anlagen beträgt zwischen 5-15% des Aquariums. Die Materialien des Filters sollen gut von Luft umspülbar sein, sie benötigen eine Vorfilterung durch eine Filtermatte oder ähnlichem und eine Sedimentfilterung vor der Rückförderung in das Aquarium. Das Filtersubstrat besteht daher aus Plastikmaterialien, die eine hohe Oberfläche besitzen und sich nicht ineinander verhaken (verdichten) sollen.

Zu beachten sind Verdunstungsverluste bei offen betriebenen Anlagen und ein gewisser CO² Austrieb, der kompensiert werden muss. In gekapselter Bauform muss dieser Filter zusätzlich mit einer Luftpumpe betrieben werden, die Abluft wird in den Filtersumpf eingeleitet und verhindert eine Verdunstung. Die Filtersubstrate sind selbst reinigend, müssen aber gelegentlich auf Kalk Ausfällungen kontrolliert werden. Das ist besonders wichtig bei höheren Temperaturen und Salzdichten. Sollte einmal durch einen Stromausfall mehrere Stunden dieser Filter nicht mehr mit Wasser versorgt werden, ist das kein Problem da die umgebende Luft die Bakterien bis zu 3 Tagen am Leben erhält.

Trotz aller Nachteile, die ein Rieselfilter mit sich bringt, kann der Einsatz für ein Aquarium mit Pflanzenkulturen und Fischen vorteilhaft gegenüber der Abschäumtechnik sein. Wichtig ist bei der Auswahl der entsprechenden Technik das Ergebnis was erreichet werden soll. Der wichtigste Vorteil des Rieselfilters ist die Verfügbarkeit von Nitrat, der für einen Pflanzenwuchs Voraussetzung ist, unverzichtbar für nicht entnehmbare Pflanzen, die sich im Aquarium ansiedeln (z.B. Seegras). Sollte der Nitratpegel einen zu großen Wert erreichen, ist der Wasserwechsel eine einfache Möglichkeit, abzusenken (Wintermonate).

Der Pflegeaufwand dieses Filters ist nicht aufwändiger als die Wartung des Abschäumers, meist ist die Vorfiltermatte zu wechseln oder auszuwaschen und nach längerer Zeit die Sedimentfalle zu reinigen. Da man mit solch einem Filter eine sehr starke Verdunstung effektiv erreichen kann, bietet die damit verbundene Kühlung einen gewissen Vorteil für das Aquarium. Der Nachteil ist das Entfernen der feuchten Luft aus dem Raum und der damit verbundene Aufwand sowie der Ersatz des verdunsteten Wassers und die damit verbundene Schwankung der Salinität. Doch das ist weniger kritisch, wenn man sich auf Tiere und Pflanzen der Gezeitenzone spezialisiert, die eine gewisse Toleranz von Natur aus mitbringen.

Die Zeit, die ein Rieselfilter benötigt um seine Funktion auszuüben, beträgt etwa 4-6 Wochen (bei Kaltwasser habe ich noch keine sicheren Erfahrungen). Gewisse Schwankungen des Nährstoffangebotes können ausgeglichen werden aber auf plötzliche starke Spitzen des Nährstoffangebotes reagiert dieses System sehr träge.

Natürlich spielen bei dieser Filtertechnik verschiedene Temperaturen eine erhebliche Rolle. Bei einer Temperaturabsenkung von 10°C beträgt die Geschwindigkeit des Stoffwechsels etwa 50% des Ausgangswertes. Eine Kompensation ist nur mit der Vergrößerung des Filtersubstrates möglich. So sollte das Volumen höher angesetzt werden, als es bei tropischen Aquarien der Fall ist. Bei veränderten Temperaturverhältnissen können sich andere Bakterienarten auf den Substraten ansiedeln und auch diese Veränderungen benötigen eine gewisse Einlaufzeit.

Bakterien sind Organismen, die immer einen Wettkampf mit anderen Arten führen und entsprechend den Ausgangsbedingungen dominieren verschiedene Arten. Wie sich das auf das Aquarium längerfristig auswirkt, kann ich auf Grund mangelnder Erfahrungen nicht beschreiben. Sehr gut hat der Algen- und Tangwuchs in meinen tropischen Aquarien mit dieser Methode funktioniert.

Die Garnele Palaemon elegans.

Ein mittlerweise in den Seegraswiesen der Insel Poel dominant gewordenes Tier ist die Garnelenart Palaemon elegans, die wir seit Jahren beim Zug mit der Dredsche in großer Anzahl fangen konnten. Die seit über 50 Jahren praktizierten Exkursionen an die Ostsee belegen sehr gut, wie sich diese Tierart behaupten konnte. In den ersten Jahren der Ostsee Exkursionen war es eine relativ vereinzelt vorkommende Art, die auf Grund ihrer hübschen Zeichnung und außerordentlich guten Anpassungsfähigkeit an die verschiedenen Aquarien zudem von den Teilnehmern besonders gesucht wurde.(9) Nun das hat sich bis zur heutigen Zeit sehr verändert.

Wie kommt nun diese Garnele in die Ostsee und was ist so besonders an ihr? Soweit durch genetische Untersuchungen nachgewiesen ist, wurde diese Garnele aus dem Schwarzen Meer durch die Handelsflotten eingeschleppt. Wir wissen aus diesen Untersuchungen, dass diese Art von dort stammt und dass diese Art nicht mit der Garnele gleichen Namens und Erscheinungsbild aus dem Mittelmeerraum identisch ist.(10)

Die Aquarienhaltung dieses Tieres ist auf Grund ihrer sehr großen Toleranz gegenüber Salinitäts und Temperaturunterschieden gegenüber den natürlichen Verhältnissen ausgesprochen trivial. Sie schreitet selbst in tropischen Aquarien regelmäßig zur Vermehrung fort und ist nahezu unverwüstlich. Gegenüber anderen Garnelenarten ist sie in ihrem Verhalten nicht dominant. Man muss sogar damit rechnen, dass es bei einer Vergesellschaftung mit Lysmata grabhami zu einer Vernichtung der Palaemon elegans kommen wird.

Die Reproduktion der Palaemon elegans ist mit relativ wenig Aufwand möglich. Man muss nach dem Absetzen der Larven das Muttertier aus dem Behälter entfernen, denn die Fresshemmung endet nach kurzer Zeit. Die Aufzucht der Larven ist nicht schwierig, wenn im Aufwuchsbehälter lebendes Zooplankton (zum Beispiel harpactide Copepoden, Artemia Nauplien usw.) und ein Gemisch an Phytoplankton verfügbar ist.Die Larven entwickeln sich je nach Temperatur in einer Zeit bis etwa 30 Tagen zu Junggarnelen.

Wichtig sind in allen Stadien der Metamorphose einige Substrate, auf denen sie ruhen können. Dazu sind künstliche, feinfiedrige Substrate am besten geeignet, zumal sie Copepoden ein Siedlungssubstrat bieten und den Garnelenlarven die Ernährung dabei wesentlich erleichtern, obwohl diese sehr ausdauernd und schnell schwimmen können. Die Erfolgsquote der Nachzucht ist selbst ungeübten Anfängern garantiert.

Natürlich funktioniert das in einem Gesellschaftsaquarium auf Grund des Feinddruckes nicht, aber trächtige Garnelen sind gut zu separieren. Die Lebenserwartung beträgt bei dieser Garnelenart mindestens 3 Jahre. Eine kleine Gruppe dieser Tiere ist schön anzusehen, doch im Kaltwasseraquarium kann es zu einer Besonderheit kommen. Im Winter, wenn die Temperaturen im einstelligen Bereich liegen, können die Tiere auf Tarnmodus umstellen. Das funktioniert so gut, dass man sie trotz auffälliger Musterung tatsächlich übersehen kann. Selbst einzeln gehaltene Exemplare in einem kleinen Behälter sind nicht immer auf den ersten Blick zu sehen! Im Frühjahr dagegen ist die Aktivität mit viel schwimmen und lebhaften Bewegungen viel stärker als es vergleichsweise die tropischen Garnelen zeigen.


Ostseeaquaristik Teil 6.pdf - Adobe Reader5.jpgOstseeaquaristik Teil 6.pdf - Adobe Reader6.jpg


Die Abbildungen zeigen eine trächtige Garnele aus meinem tropischen Aquarium links und aus dem Ostseeaquarium rechts.

Die Vergesellschaftung mit anderen Garnelen und mit Kleinfischen der Ostsee ist ohne Probleme möglich. Auch die Vergesellschaftung untereinander ist mit jeder Individuenanzahl möglich und nur durch das Futterangebot begrenzt. Sie sind gierige Fresser und das bringt allerdings Probleme bei einem Besatz mit Seenadeln mit sich, die ihr Futter recht lange selektieren und zu kurz kommen.

Anders als in der Natur haben wir im Aquarium einen ausgesprochenen Mangel an Zooplankton, der auch mit mehrmaliger, täglicher Fütterung für die Seenadeln schnell eine Mangelsituation aufkommen lässt. Die Palaemon elegans dagegen ist ein ausgesprochener Nahrungsopportunist, die durchaus auch eine Hungerperiode gut übersteht. Gelegentlich ist etwas Bikarbonat und eine Jodverbindung dem Wasser hinzuzufügen, damit sie sich gut häuten können. Frisch gehäutete Tiere sind dann besonders farbenprächtig und wer ein wenig mit der Beleuchtung variieren kann, wird begeistert sein. Jedenfalls ist diese Art von der Ausprägung der Farben und Zeichnung deutlich besser ausgeprägt als die Mittelmeergarnele.

Einen sehr schönen Zuchtbericht können Sie auch auf der Homepage der Fachgruppe Meeresbiologie nachlesen.(11)

Ostsee Exkursion 2011.

Noch eine Anmerkung zur diesjährigen Ostsee Exkursion der Berliner Fachgruppe Meeresbiologie: In diesem Jahr findet die 50. Exkursion statt und es werden, anders als in den Jahren zuvor, eine Reihe von Aktivitäten stattfinden, um die Osex zu einem besonderen Höhepunkt zu machen. Wir werden einen Spaziergang durch die Salzwiesen (allerdings nicht im Kernbereich) unternehmen, die normalerweise sehr streng geschützt sind, wir werden in den Seegraswiesen mit der Dredsche auf Tierfang gehen, am Wohlenberger Wiek tauchen und schnorcheln wir, Lichtbilder und Filme aus den 50 Jahren dieses Unternehmens sind zu sehen, Plankton keschern und bestimmen mit dem Mikroskop und viele weitere Aktivitäten. Ganz besonders freue ich mich, dass es gelungen ist, Herrn Thomas Mohr und sein Team für einen Vortrag zum Ostsee Riff Nienhagen und den dort ablaufenden Projekten zu gewinnen. Und erstmalig werden einige Aquarien mit Mittelmeertieren ausgestellt, die von der diesjährigen Fangaktion der Fa. Korallenwelt importiert wurden. Insgesamt ein interessantes Programm für die 50. OSEX. Weitere Informationen zu diesen Aktivitäten finden Sie auf der Homepage der Fachgruppe www.fg-meeresbiologie.de Wir würden uns freuen, wenn Sie die Gelegenheit zu einer Teilnahme an diesen Aktivitäten mit einem Besuch unserer Veranstaltung verknüpfen könnten.


Mit freundlichen Grüßen Dietmar Schönfelder Fachgruppe Meeresbiologie Berlin


Quellennachweis Literatur.

1 K. Bischoff, www.fg-meresbiologie.de; pdf. 736

2 www.riff-nienhagen.de

3 F. E. Round, Biologie der Algen, Thieme Verlag Stuttgart, S188

4 Dr. Schygula, Uni Rostock, mündliche Mitteilung

5 www.meerwassernachzuchten.de

6 Helmut Pankow, Algenflora der Ostsee, Gustav Fischer Verlag, S. 290

7 F. E. Round, Biologie der Algen, Thieme Verlag Stuttgart, S.215 ff.

8 Gerhard Rau, Fachgruppenvortrag der Fachgruppe Meeresbiologie Berlin, 2001

9 K. Bischoff, K. Quitschau, H. Schöne, www.fg-meeresbiologie.de; pdf.82

10 Achim Meyer, mündliche Mitteilung

11 Achim Meyer, www.fg-meeresbiologie.de; pdf373

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