Trochus niloticus

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Trochus niloticus1.jpg

Schnecke



Bei der Trochus niloticus handelt es sich um eine sehr groß werdende algenfressende Schnecke, die den Algenaufwuchs von den Steinen und Scheiben raspelt.

--Gerrit 21:08, 23. Jan. 2009 (UTC)



Diese Schnecke wurde aufgrund ihrer traditionellen Nutzung als Nahrung und für die Schmuckindustrie (Perlmutt-Armreifen) über Jahre in ihrem Vorkommensgebiet intensiv überfischt.
In den letzten Jahren wurde sie zunehmend in Aquafarmen kultiviert und nachgezogen. Deshalb taucht sie jetzt auch wieder regelmäßiger im Handel auf.
Gegenüber vielen anderen Kreiselschnecken ist diese Art wesentlich haltbarer und ein sehr intensiver Algenfresser. Deutlich ist sie an den weinroten bis rosa gefärbten Querrippen auf dem letzten Schalenrundgang zu erkennen.
Mehr als 2 Tiere auf 300 Liter Aquarienvolumen sollten nicht gepflegt werden, damit die Tiere im Aquarium nicht hungern.
Die Tiere laichen entsprechend der Mondphasen bei Neumond ab. Dazu wandern sie in flacheres Wasser. Im Aquarium wandern die Tiere zu strömungsreichen Stellen, um abzulaichen. Die Eiabgabe wurde nach dem Verlöschen der Hauptbeleuchtung im Aquarium beobachtet etwa eine Stunde später begannen auch die Tridacnas abzulaichen.
Auch kann man das Laichen mit einer größeren Süßwasserzugabe auslösen.
In Vanuatu laichen die Tiere abends um 18:00 –22:00 Uhr ab. Sie geben dann 0,5 – 2 Mio Eier in 5 – 15 Minuten ins Wasser (beobachtet im Großen Barriereriff, in anderen Gebieten wird von weniger Eiern berichtet, im Aquarium dauerte das Ablaichen ca. ½ Stunde). Das Laichen der Weibchen wird durch das Freisetzen der Spermien der Männchen induziert, jedoch laicht ein Weibchen nur alle 2 Laichzyklen ab, während Männchen sich an jedem Laichzyklus beteiligen. Dies liegt am hohen Energieverbrauch für die Laichproduktion.
Nach 3 - 5 Tagen setzen sich die Larven am Boden ab.
In Vanuatu gibt es 2 Methoden, die Larven groß zu ziehen: Die Methode mit geringen Larvendichten nutzt 5 Larven/ml und die Methode mit hohen Larvendichten 20 Larven/ml. Bei der 2. Methode wurde 5 mg/l Chloramphenicol alle 2 – 4 Tage zur Reduzierung der Bakterien eingesetzt, was leider über den Wasserkreislauf ins Riff gelangte. Die ersten Jungschnecken nutzen noch geringe Algenfilme, während größere Jungtiere ab 3 mm Durchmesser dann schon wesentlich mehr Algennahrung für ihr Wachstum benötigen – daran scheitert übrigens oft auch das Abwachsen von Nachzuchttieren in Riffaquarien, es ist einfach zu wenig Nahrung vorhanden.
In den Farmen wird dies realisiert indem Kunststoffplatten zuerst ins Meer gehangen und nach 2 – 3 Wochen mit einem Algen- und Diatomeenfilm in die Aufzuchttanks überführt werden. Diese werden dann nach wenigen Tagen wieder ausgetauscht. In einer 3. Phase werden die Jungschnecken mit einer Größe von 1 – 3 cm zum Abwachsen ins Riff überführt und dürfen in Vanuatu erst mit 9 cm Durchmesser dem Meer entnommen werden.
Einmal langsam eingewöhnt (Tröpfchenmethode ist diese Art sehr gut haltbar. Im Riffaquarium hat ein Tier von 12 cm Durchmesser ein Alter von 7 Jahren erreicht. Bei dieser Größe kann sie dann schon einmal die Dekoration verschieben, wenn diese nicht gut befestigt ist.

André Luty



Literatur: NASH, W.J. (1989): Hatchery production of Trochus (Trochus niloticus) in Vanuatu: A review of the existing facilities and a manual of rearing techniques approriate for a small-scale hatchery. Department of Sea Fisheries, Crayfish Point, Taroona, Tasmania 7053, Australia LUTY, A: Große Kreiselschnecke Tectus niloticus (Linnaeus 1767). Der MeerwasserAquarianer 16 (2012) 1: 30


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