UVC-Anlage

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UV-C.gif

Funktionsweise eines UV-C Wasserklärers

Zuerst ein wenig Physik: UV-C im Spektrum der elektromagnetischen Strahlung

Die ultraviolette Strahlung ist ein Teil des natürlichen Sonnenlichtspektrums und hat in engen Grenzen der Wellenlänge eine keimtötende Wirkung. Die UV-Strahlung wird in Abhängigkeit von seiner Wellenlänge in drei spektrale Abschnitte untergliedert:

UV-B (mittelwellig) 315 nm - 280 nm

UV-A (langwellig) 400 nm - 315 nm,

UV-C (kurzwellig) 280 nm - l00 nm und darunter

Nur der UV-C Anteil der Strahlung kommt in der Praxis für die Abtötung von Keimen infrage, weil er der energiereichste mit der kürzesten Wellenlänge ist.

Warum UV Klärung:

Nach der Einfahrphase und Beendigung der Algenphasen wird man sich früher oder später Gedanken machen Fische ins Becken zu setzen. Spätestens jetzt sollte man sich auch darüber Gedanken machen ob man eine UV Anlage verwenden möchte oder nicht. Vor allem wenn man vorhat empfindliche Fische, die zu Pünktchen neigen, zu halten. Zumindest dann wenn man sich und seinen Fischen ein wenig Sicherheit bieten möchte, das ein Fisch nicht alle anderen ansteckt.

Welche anderen Vorteile bringt uns ein UV-Strahler:

Auch für die Menschen kann nicht entkeimtes Aquariumwasser eine Gefahr bedeuten. Organismen, wie z.B. Mycobacterium und Eschericha Coli, sind für viele gefährlich, die mit bloßen Händen im Aquariumwasser arbeiten, speziell bei kleinen Hautverletzungen. Das Risiko, mit Krankheitserregern infiziert zu werden, wird durch die UV-Behandlung des Wassers drastisch reduziert.

Anwendung:

Mittels einer Strömungspumpe wird das Aquariumwasser durch eine Röhre geleitet. In der Röhre sitzt die UV Lampe. Daran wird nun das Wasser, und mit ihm bakterielle Erreger und Wassertrüber in einem sehr geringen Abstand von meist nur wenigen mm vorbeigeleitet. So wird das vorbeigeleitete Wasser intensiv bestrahlt. Die UVC-Strahlung greift die DNA von Bakterien und Viren an und sorgt so dafür, dass die Zellteilung und Vermehrung unterbleibt. Im Aquarium werden daher alle freischwimmenden Bakterien und Viren abgetötet, die mit der Strahlung unmittelbar in Berührung kommen, alle anderen, z.B. die im Bodengrund oder im Filtersubstrat lebenden, bleiben davon ausgenommen. Je intensiver die Bestrahlung und Verweildauer des Wassers desto grösser die Rate der Entkeimung. In der Regel liegt der Wirkungsgrad bei ca. 30%. Zu beachten ist bei der benötigten Dimensionierung der UVC-Brenner der tatsächliche Wirkungsgrad, welcher sich gravierend von der aufgedruckten Nennleistung unterscheidet. Die Leistungsaufnahme ist ca. 3mal größer als die tatsächlich abgegebene Strahlung. Daher sind Geräte mit einer Nennleistung unter 11 Watt für die Aquaristik in den meisten Fällen unbrauchbar. Die folgende Tabelle stellt die entsprechenden Daten und Werte gegenüber:

Leistung UV-C.jpg

Fazit:

Ob ein UV-Klärer für sinnvoll erachtet wird oder nicht, kommt auf die Art der Verwendung an, und muss jeder für sich entscheiden. Tatsache ist, dass durch seinen Einsatz die Wasserbelastung in Form von Bakterien, Algensporen und dergleichen minimiert wird und dadurch das Aquarium den natürlichen Gegebenheiten ein Stückchen näher kommt. Auf jeden Fall überwiegen die Vorteile eines solchen Gerätes, solange es zur Unterstützung eines funktionierenden Biotops genutzt wird.

--Harald 18:24, 9. Mai 2009 (UTC)

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